Diese Woche in VAN
Essay
Das »Bum« der Musikgeschichte
Vor 200 Jahren starb Carl Maria von Weber. Eine Würdigung in sieben Annäherungen
Diese Woche in VAN
Interview
»Ich erstelle bis heute Playlists für alle meine Freunde, die sie nie anhören.«
Die Schriftstellerin und Historikerin Dana von Suffrin über die Musik ihrer Pubertät
Diese Woche in VAN
The Society of Music
Es ist nicht mehr sein Problem: »Macht eure Scheiße alleine«
Wien zwischen Festwochen und Opern-Business, und dazwischen eine Schlingensief-Ausstellung im Museum für angewandte Kunst
Diese Woche in VAN
Hundert 11
Zuverlässig unbehaglich
Zweimal Mahler in Berlin: Yannick Nézet-Séguin dirigiert die Berliner Philharmoniker, Joana Mallwitz das Konzerthausorchester
»Es kann sein, dass man selbst nichts lernt, wenn ein Orchester einen vor der eigenen Dummheit schützt.«
Dirigent Daniel Harding hat auch einen Pilotenschein. Ein Gespräch über die Musik und das Fliegen, Langzeit-Beziehungen zwischen Orchester und Dirigent und die Fallstricke im überschwänglichen Lob von Simon Rattle.
Dirigent:innen Klavier Komponist:innen Kulturpolitik Musik & Politik Musik als Beruf Neue Musik Oper Orchester
Kolumnen
Albrecht Selge
Hundert 11
Appell ohne Thrill
Elisabeth ist hier schlüssiger als Churchill: Deutsche Erstaufführung von Olga Neuwirths ›Orlando‹ an der Komischen Oper Berlin
Ritual und Illusion
Nur Ahnungslose und Blasenschwache dampfen zu früh ab: die alljährliche Wiederkehr des Grigory Sokolov
Vollbad im Feuersee
Franz Schmidt trifft Miles Davis: Das Musikfest Hamburg öffnet ›Das Buch mit sieben Siegeln‹
Holger Noltze
The Society of Music
Möschs Bayreuth
Ein Bayreuther Junge schreibt das Buch zum 150. Festspieljubiläumsjahr. Aber daran hat die Wagner-Welt noch eine Weile weiterzuknuspern.
Weimarer Klassik
Wie sich das Nachdenken über und das Machen von Musik einmal glücklich verbanden: zum Tode des Dirigenten und Musikwissenschaftlers Peter Gülke
Mittwochabend am Gral
Gibt es gutes Altern auch für Inszenierungen? Wiedersehen mit dem Münchener ›Parsifal‹
Volker Hagedorn
Rausch & Räson
Piaf und die Gänsehaut
Im Roman ›Die Jahre‹ von Annie Ernaux werden Chansons und Poptitel zum Teil einer Partitur der Jahrzehnte seit dem Zweiten Weltkrieg. Volker Hagedorn sieht darin ein Modell für einen anderen Blick auch auf die ›Klassik‹.
Treffen am Südpol
Musikgeschichte wird immer noch weitgehend zentralisiert geschrieben – rund um die ›Klassik‹ und die Ideologie der Moderne, aufgeteilt in Gehege. Auf den Spuren von Rachmaninow in den 1930ern entdeckt Volker Hagedorn einen berühmten Jazzpianisten. Und anstelle von Genres den Klang einer Zeit.
Die letzte Diva
In der Oper ist bekanntlich alles möglich. Und nach zahlreichen Treffen mit Sänger:innen entstand bei Volker Hagedorn ein Traum, der endlich wahr wurde: eine Begegnung mit der – neben Maria Callas – wohl populärsten Diva des 20. Jahrhunderts
Kunstlied
»›Liederabende sind tot – was machen wir?‹ Diese Diskussion gibt es schon seit fünfzig Jahren!«
Benjamin Appl singt um die 50 Liederabende im Jahr. Wie sieht er die Zukunft dieser Gattung?
»Du glaubst gar nicht, was die da eingebaut haben an Fermaten, großen Girlanden und was weiß ich was.«
Tenor Christoph Prégardien über 200 Jahre ›Die Schöne Müllerin‹, vergessene Texte und seine erste Begegnung mit der historisch informierten Aufführungspraxis.
»Die Sprache war so hart, dass sie das Universum des Konzertsaals zerschlug.«
Bariton Davóne Tines kombiniert Beethovens ›Missa Solemnis‹ mit Eastmans ›Prelude to the Holy Presence of Joan d’Arc‹ und erklärt, wie man sich Eastmans Werke als Sänger überhaupt erarbeiten kann.
Ich kann’s nicht fassen
Schumanns ›Frauenliebe und Leben‹ zwischen zeitlosem Meisterwerk und überholter Männerfantasie
Recherche
Freundliche Übernahme
Der frühere Hedgefonds-Manager und Selfmade-Komponist Alexey Shor erobert jetzt auch die deutsche Orchesterlandschaft.
Du sollst keinen Lehrer haben neben mir
Im Gesangsstudium ist der Weg zum perfekten Zusammenspiel aus Atemkontrolle, Kehlkopfposition und Resonanzempfinden höchst individuell: Längst nicht jede Lehrkraft passt zu jeder Stimme. Studierende nehmen darum Privatunterricht – heimlich, denn »Fremdunterricht« gilt als Tabu
Alles außergewöhnlich
Die Komische Oper veranstaltet einen Musical-Blockbuster im Tempelhofer Flughafen und gibt dafür mehrere Millionen aus. Ermöglicht wird das auch durch einen Sonderetat, dessen Zweck und Verwendung Fragen aufwerfen.
Gustav Mahler
Gustav Mahlers 3. Sinfonie
Gustav Mahlers 3. Sinfonie. Nur scheinbar ein Vergleich verschiedener Aufnahmen.
What’s up with … Mahler?
Neue Serie: Nichts ist fertig. Wir fragen den aktuellen Stand der Forschung zu den Klassiker/innen ab.
Mahler-Verstörung
Nichts Neues unter der Sonne? – Doch. Eine Fünfte von Mahler wie noch nie gehört, am Ort der Uraufführung und mit alten Instrumenten und jungen Spieler:innen.
Des Knaben Wunderhorn FSK 18.
Arno Lücker vergleicht fünf Aufnahmen von Gustav Mahlers Lied Revelge und zeigt uns die größte Gänsehautstelle aller Zeiten.
Musik in der Ukraine
»Ich konnte Tränen nicht zurückhalten, auch wenn es sich nicht gehört, bei der Aufführung des eigenen Werks zu weinen.«
Die ukrainische Komponistin Olena Ilnytska im Interview
»Es ist sehr wichtig, dass ukrainische Musik gerade jetzt gehört wird in der Welt.«
Anna Stavychenko, Intendantin des Kyiv Symphony Orchestra, über dessen anstehende Europa-Tournee und ihr aktuelles Projekt, mit dem sie ukrainischen Musikerinnen Anstellungen bei französischen Orchestern vermittelt.
»Die Tragödie der ukrainischen Kultur: Alles wiederholt sich.«
Über das Eröffnungskonzert des Kyjiwer Festivals ›Liatoshynsky Space‹ bei -10° und Luftangriffen
»Nichts, was ich geschaffen habe, ist von Bedeutung ohne Menschen, an die ich es weitergeben kann.«
Musikwissenschaftler Stas Nevmerzhytskyi über das ukrainische Online-Magazin ›The Claquers‹ und die Entscheidung, jetzt seinen Posten als Chefredakteur abzugeben, um als Soldat an die Front zu gehen.
»Nacktes Überleben ist nicht genug. Man muss auch für etwas leben.«
Am 17. September 2022 wurde an der Oper Odessa Alexander Rodins ›Kateryna‹ uraufgeführt, diese Premiere gibt es jetzt als Stream zu sehen. Die Regisseurin Oksana Taranenko über das Werk, den russischen Angriff und die Arbeit in Kriegszeiten.
»Niemand wird uns am Ende des Krieges all diese Zeit zurückgeben, also müssen wir weiterleben.«
Acht Musiker:innen aus Charkiw berichten vom Überleben und der Kultur in ihrer Stadt, die seit über 100 Tagen unter Beschuss durch die russische Armee steht.
Essay
Mahler statt Rosinen
Die Aufmerksamkeitsspannen werden immer kürzer. Wird das klassische Konzert zum nächsten Opfer – oder kann es die Rettung sein?
Vielleicht habe ich nicht genug getan
Am 6. September enden die diesjährigen Bachfesttage in Köthen. Als der letzte Ton verklungen ist, steht die AfD als Wahlsieger fest. Aufzeichnungen aus der Zukunft
Trugschluss
Die Stille vor dem Schlussapplaus wird von vielen Dirigenten immer länger gehalten. Dabei ist sie ein kostbares, gefährliches Werkzeug. Entsprechend sorgsam sollte damit umgegangen werden.
Bartók und Janáček an der Weggabelung zum Totalitarismus
Zwei Werke aus der Spätphase der Österreichisch-Ungarischen Doppelmonarchie: Janáčeks ›Taras Bulba‹ macht sich die Stammesideologie der Zeit zu eigen, Bartóks ›Holzgeschnitzter Prinz‹ widersetzt sich ihr. Wie funktioniert das musikalisch?
Interview
Entscheidend ist nicht welche Musik, sondern wie wir sie hören
Macht Mozart schlau? Warum haben wir Ohrwürmer? Und hat Musikunterricht wirklich ›Transfereffekte‹ auf Konzentrationsfähigkeit, Sozialverhalten und Intelligenz? Ein Interview mit dem Neurowissenschaftler und Psychologen Lutz Jäncke
»Ich wollte um jeden Preis verhindern, dass Anima stirbt.«
Midori Seiler, neue künstlerische Leiterin von Anima Eterna Brugge, über den Bruch und die Versöhnung mit Gründer Jos van Immerseel, die Neuerfindung des Ensembles und den Unterschied zwischen schöner und korrekter Aufführung
»Ich bin lieber in seltsamen Dingen zu Hause.«
Stefan Goetsch aka Hainbach über Tonbandschleifen, rare Synthesizer, Drum-Computer und ungewöhnliches Testequipment – und wie daraus Performances mit Ensembles und Soundtracks für Filme wie ›Amrum‹ werden
»Ich wollte nie von einem Konzert zum nächsten reisen, das ist für mich eine Hölle.«
Die Pianistin Anna Vinnitskaya im Interview
»Es bleibt ein ganz großes Rätsel.«
Julia Kerrs Oper ›Der Chronoplan‹ wird etwa 90 Jahre nach ihrer Entstehung am Staatstheater Mainz uraufgeführt, vervollständigt und in Teilen instrumentiert von Norbert Biermann. Ein Gespräch über Kerrs Tonsprache und ihre Entwicklung als Künstlerin, die durch die Flucht vor den Nationalsozialisten abrupt endete
»Wir haben nichts zu beherrschen.«
Als Gesangsstudentin kam Jinok Kim 1978 nach Deutschland. Eine Stimmkrise beendete ihre Karriere als Sängerin – sie widmete sich Keramik und koreanischer Küche und eröffnete mit 66 Jahren eines der spannendsten Restaurants Berlins.
















