Scheitern am Faktor Mensch

Gleich zweimal hatte Giuseppe Verdis späte Oper ›Simon Boccanegra‹ am Wochenende Premiere, in Essen und in Berlin. Beide Regieteams haben den Renaissance-Thriller in die Gegenwart übersetzt.


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Luft & Holz


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Audio der Woche

voicemade mit Kurt Thomas’ Gott wird abwischen alle Tränen (1934/36)

Über Glaube – Ein Portrait: So ist die Debüt-CD des Leipziger A cappella-Ensembles voicemade übertitelt. Mit dem Programm überspannen die sechs jungen Musiker:innen Jahrhunderte und verbinden Renaissance und Neuzeit. Auf der Tracklist finden sich Werke von William Byrd, Giovanni Gabrieli und Jan Pieterszoon Sweelinck, aber auch von Volker Bräutigam, Günther Ramin, Bob Chilcott oder – alle drei in den 1990er Jahren geboren – Robert Pohlers, Damien Kehoe und Paul Heller (ihre Werke erklingen hier als Weltersteinspielungen).


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Video der Woche

O come all ye faithful – das NDR Vokalensemble lädt ein!

»Joyful and triumphant!« – mit dem NDR Vokalensemble rauscht man in diesem Jahr im Pater Noster direkt zum Fest! Wolf Kerschek arrangierte den Soundtrack für diesen Taumel, in dem die Grenzen zwischen Realität und Traum verwischen. Mehr zu sehen und zu hören gibt es auf ndr.de/vokalensemble und youtube.com/ndrklassik.


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Audio der Woche

Max Volbers’ Version des Allegro molto aus Vivaldis Concerto per Flautino in G Dur

Immer wieder neu erfinden mussten sich die Musizierenden in der Barockzeit: Das Repertoire für sie stand nicht fest, stattdessen improvisierten sie, passten an, schrieben um. Das galt nicht als Diebstahl, sondern als hohe Tugend. Diese Tradition belebt der Blockflötist Max Volbers, Preisträger des Deutschen Musikwettbewerbs 2021, auf seiner Solo-Debüt-CD bei GENUIN aufs Neue: Er schart hochkarätige befreundete Musiker:innen um sich für die Aufnahmen eigener Bearbeitungen, Paraphrasen und Pasticcios von Werken Bachs, Monteverdis und Vivaldis. Werke also, die einem teilweise bekannt vorkommen, die man aber so noch nie gehört hat, inspiriert und kenntnisreich musiziert.


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»Wenn es niemanden gibt, die oder der gut und qualifiziert Musik unterrichten kann, dann schafft sich das Fach von unten ab.«

Musikpädagogikprofessorin Rebekka Hüttmann über den Musiklehrkräftemangel


Die Oper ist tot. Es lebe die Oper!

Die Anti-Diva

Ein Multitalent des 19. Jahrhunderts, das europaweit das Kulturleben mitgestaltete und doch lange ein blinder Fleck der Musikgeschichtsschreibung war: das Phänomen Pauline Viardot(-García), erklärt von Musikwissenschaftlerin Beatrix Borchard.

Land Art im Sparformat

Das Publikum lässt sich in Marco Štormans Inszenierung von Nonos ›Intolleranza 1960‹ an der Komischen Oper Berlin bequem volllaufen mit schickem Unsinn, Deko und Design. Mit Agitprop hat das nichts zu tun.

Kommentare

Danke nein.

In der Kirche will unsere Autorin durch die erhabene Atmosphäre, die Kunst, die Nähe zum Göttlichen dem Alltäglichen entfliehen. Aber was passiert, wenn die Kirchenmusik versucht, sie genau in diesem Alltag abzuholen?

»Als man im Frühling 2020 an der Philharmonie den ganzen Tag skaten konnte, war es, als hätte Gott Adam und Eva kurz zurück ins Paradies gelassen.«

Während der Lockdowns durfte vor der Berliner Philharmonie geskatet werden, jetzt steht das unter Strafe. Eine verpasste Chance, in Zeiten der fortschreitenden Privatisierung des öffentlichen Raums ein Zeichen für Offenheit und Vielfalt zu setzen, findet Skater und Konzertgänger Jeffrey Arlo Brown.

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Stimmen

Die Anti-Diva

Ein Multitalent des 19. Jahrhunderts, das europaweit das Kulturleben mitgestaltete und doch lange ein blinder Fleck der Musikgeschichtsschreibung war: das Phänomen Pauline Viardot(-García), erklärt von Musikwissenschaftlerin Beatrix Borchard.

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Schwerelosigkeit im Walzertakt. Der zweite Teil einer kleinen Serie über klassische Tonspuren im Film.

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Eine neue Generation junger Klassiklabels lässt sich vom Geldhaben und Geldmachen der Musikindustrie nicht tangieren. Sie nehmen auf, veröffentlichen, verkaufen nur wenig – und machen weiter. Weil sie an ihre Kunst glauben.

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Die erste Symphonie von Jean Sibelius im Interpretationsvergleich, mit Kurt Sanderling und dem Berliner Sinfonie-Orchester, Herbert von Karajan und den Berliner Philharmonikern, Vladimir Ashkenazy und dem Philharmonia Orchestra und Jukka-Pekka Saraste und der Sinfonia Lahti

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