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Stell dir vor, es ist Zyklus, und du willst doch wieder hin

Irgendein Beethovenjahr ist immer. Und so fängt 2027 (zweihundertster Todestag) schon 2026 an, zumal das letzte Haupt-Beethovenjahr 2020 (zweihundertfünfzigster Geburtstag) legendär über die Corona-Wupper ging. Und weil das Phänomen Beethovenjubiläum nun mal einen ewigen Zyklus bildet, macht es, wer was auf sich hält, nicht unter einem eigenen Zyklus. Es wird im kommenden Beethovenjahr, das gerade […]

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Spiellust und Relevanzklemme

Sympathisch vielfältig, ein buntes Programm frei von kleinlicher Sorge vor dem Kraut-und-Rüben-Vorwurf (falls das ein Vorwurf ist): So zeigt sich das Antrittskonzert von Kazuki Yamada als neuem Chefdirigenten des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin. Wenngleich, man muss es sagen, dieses Orchester ein bisschen in der Relevanzfalle klemmt. Als herrschte bei so einem ersten Konzert nicht ohnehin genug […]

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Federkleid, Schmiedefuchs, Kakidieb

Tatsächlich eine Form von Oper, entstanden sogar 250 Jahre, bevor die Europäer die Gattung »erfanden«: Das ist nicht falsch. Und doch wirkt dieses Etikett wie ein Notbehelf des westlichen Menschen, der versucht, sich dem Mysterium japanisches Nō-Theater anzunähern. Gewiss ist das »ein Gesamtkunstwerk mit Orchester, Chor, Rezitativ, Arie, Szene und Tanz«, wie Professor Glen Wilson […]

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Glück, Verhebung, Klinkenknubbel

Es ist wieder da, wo es hingehört. Lerchenauisch Glück also in Köln, der Autohölle mit Herz: Nach vierzehn Jahren wurde das Opernhaus am Offenbachplatz wiedereröffnet. Die Sanierung war eine rechte Ochstour. Geplant waren drei Jahre und nicht mal ein Drittel der Kosten, die dann tatsächlich entstanden. Inklusive der Aufwendungen für den Interimsbetrieb auf der anderen […]

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It Ain’t Necessarily Szenisch

Gerade in so vergifteten Zeiten wie jetzt ist der Sänger Klaus Florian Vogt für mich, bitte um Nachsicht, so etwas wie die Angela Merkel des Klassiklebens: Wir kennen ihn; und wo er auftaucht, ist für einen Moment alles wieder gut. So auch, wenn er im Konzerthaus Berlin gemeinsam mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin einen wohltuenden Abend […]

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Ohn’ warumb

Schön sind Konzerte, die das Beste vom Neuen erklingen lassen; noch schöner solche, die es mit dem Unverwüstlichen von gestern koppeln und sogar das Vorgestrige darin spiegeln. Beim Berliner Gastspiel des in Hamburg heimischen Ensemble Resonanz, das Werke aus einer Spanne von fast dreihundert Jahren kombiniert, klingt für mich am frischesten die Musik der serbisch-paneuropäischen […]

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Frack und Frage

Neben unerhörten Uraufführungen und seltenen Werken  gibt’s beim saisoneröffnenden Berliner Musikfest auch die lukullisch-luxuriösen Programme. Wobei dieses lulu keineswegs bedeutet, dass es da nicht um Ewiges gehen kann. Aber es sind dann eben keine Geringeren als das London Symphony Orchestra und die Staatskapelle Berlin, die hier ihren je eigenen Bruckner beisteuern. Zwei Arten, Bruckners Majestät […]

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Sie wollen das kennen (wenn Sie’s aushalten)

Vielleicht der Höhepunkt dieser neunzig Minuten ist der elfte Abschnitt, eine Insel der Freude, auf der hypnotische Klingen und Schellen ertönen, eine im schrägen Sinn fast disneyhafte Aurora-Verzückung; danach aber pfeifen die Ondes Martenot im Wald der Verlassenheit. Visage de Paix encadré de la forêt des cheveux … Divin modèle des monastères qui seront son […]

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Zwickau und Kneifweh

Froh, weder Brahmsianer noch Musikwissenschaftler zu sein, um Robert Schumanns Violinkonzert nicht doof finden zu müssen (oder zumindest »problematisch«). Da muss man die mangelhafte motivisch-thematische Verarbeitung nicht reklamieren, sondern kann wohlig traurig werden an den sich verströmenden Wieder- und Wiederholungen des Kopfsatzes, in der sentimentalen Geistermelodik des langsamen Satzes oder dem unerhört unablässigen seligen Schunkeln […]

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Murkel, Feenzauber, schroffe Klippen

Der erste richtige Straßenfeger des diesjährigen Berliner Musikfests ist nicht das Eröffnungskonzert mit György Ligetis Le Grand Macabre, sondern ein reines Mendelssohn-Programm mit Jordi Savall. Das ist einerseits verständlich, andererseits merkwürdig. Verständlich, da Savall ein großartiger Musiker ist, und mehr noch, ein wundervoller, absolut uneitler Mensch, dessen ganze Erscheinung sich durch Noblesse und Güte auszeichnet. […]

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