Julian Steckel · Foto privat
Julian Steckel · Foto privat

Berlin-Kreuzberg an einem Freitagabend im späten Juni. Der bislang heißeste Tag des Jahres geht zu Ende. Ich bin mit dem Cellisten Julian Steckel in der Celo Privat Bar verabredet. Er wohnt gleich um die Ecke und kommt zu Fuß. Eigentlich wollten wir uns an die Bar setzen, aber bei dem Wetter zieht es uns raus an einen der schmalen Tische auf dem Bürgersteig.Eine Woche zuvor sind wir uns zufällig beim Konzert des Cellisten Steven Isserlis im Konzerthaus über den Weg gelaufen. Wir plaudern ein bisschen über Isserlis (»eine polarisierende Erscheinung, letztlich muss man sagen: einer der total seriösen, jemand der für seine Überzeugungen kämpft«) und Schumann auf Darmsaiten (»die Hardcore-Stahl Power-Cellisten sagen: kann man nicht laut genug hören, ergo taugt es nichts.«). Der staubige Wind bläst in der Abendsonne durch die Ohlauer Straße wie ein Fön, um uns herum streunen von der Hitze dösige Hunde und Touristen mit sonnenverbrannter Haut, die Amseln singen. Endlich kommt das erste Bier. Gießen wir ein bisschen Öl ins Feuer. Wo wir gerade bei Schumann waren …


Jetzt abonnieren, um weiterzulesen.

Unbegrenzter Zugang zu allen aktuellen Artikeln und dem Archiv

VAN als unabhängiges Magazin wird maßgeblich über Abos getragen. Mit Ihrem Abo ermöglichen Sie unsere Arbeit und sichern die Zukunft von VAN.


Sie haben schon ein Abo?

... ist Herausgeber von VAN. Er studierte Development Studies, Ethnologie und Asienwissenschaften in Berlin, Seoul, Edinburgh und an der London School of Economics und arbeitete im Anschluss zehn Jahre als Berater in Projekten der internationalen Entwicklungszusammenarbeit. 2014 gründete er mit Ingmar Bornholz den VAN Verlag, wo er auch als Geschäftsführer fungiert. hartmut@van-verlag.com