»Ich war fast schon skeptisch, dass etwas, was so viel Spaß macht, mit so wenig Angst und Überwindung von Scham einhergeht.«

Sabin Tambrea steuerte eigentlich auf eine Karriere als Geiger zu, dann wurde er stattdessen Schauspieler. Von 2008 bis 2017 war er festes Ensemblemitglied am Berliner Ensemble während der Intendanz Claus Peymanns, seit dessen Abschied konzentriert er sich auf Filmrollen (›Babylon Berlin‹, ›Narziss und Goldmund‹, ›Ku’damm‹). Ein Gespräch über das Aussteigen, die Tragik der frühen Professionalisierung in der klassischen Musik und einen motzenden Peymann als Handyklingelton.


Kommentar

Das große Ganze

Warum es so schwierig ist, in Orchestern Veränderungen anzustoßen. Ein Gastkommentar von Ulrich Haider, stellvertretender Solo-Hornist der Münchner Philharmoniker

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Video der Woche

CALLS
von BETTER ME

BETTER ME ist das Duo-Projekt von Vanessa Porter und Emil Kuyumcuyan, das sich zwischen zeitgenössischer Komposition, Elektronik und Performance bewegt. Ein zentrales Merkmal der eigens für das Projekt entstandenen Stücke ist das Spannungsfeld zwischen präziser Komposition und improvisatorischer Freiheit, das Einflüsse aus elektronischer Musik, IDM, Minimalismus und Jazz aufgreift und ein breites Spektrum von fragilen Klangflächen bis zu rauen Dissonanzen eröffnet. In CALLS tritt der Einfluss von IDM besonders deutlich hervor. Inspiriert von Weckrufen aus unterschiedlichen Kulturen und Traditionen, entfaltet sich ein vielschichtiger Dialog aus Impulsen, Wiederholungen und Verschiebungen.


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Audio der Woche

Johannes Held und Doriana Tchakarova: 13x Erlkönig

»Wer reitet so spät durch Nacht und Wind?« Wie kaum eine andere Ballade haftet Der Erlkönig mit seinem berühmten Anfangsvers im kulturellen Gedächtnis ganzer Generationen – bis heute. Das neue Album Erlkönig von Bariton Johannes Held und Liedpianistin Doriana Tchakarova widmet sich diesem ikonischen Text in außergewöhnlicher Weise: nach intensiver internationaler Recherche präsentieren die beiden ausgewiesenen Liedspezialisten 13 ausgewählte Vertonungen – von der frühesten Fassung von Corona Schröter über die berühmte Fassung von Franz Schubert bis hin zu einer zeitgenössischen Vertonung. Das Album vereint Werke aus Klassik, Romantik und Moderne, darunter selten gespielte Raritäten und eine Welturaufführung.


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»Seit Offenbach und Hervé Mitte des 19. Jahrhunderts die Operette erfanden, gedeiht sie vor allem in potenziell fatalen Endzeiten und Gefahrenzonen. Krisen und Katastrophen, so scheint es, liefern den Nährstoff, aus dem die Gattung ihre Kraft gewinnt. Je mehr die Welt knirscht oder kracht, desto besser fürs lakonisch spöttische, unterhaltsam zerstreuende Geschäft.«

Albrecht Thiemann in VAN #329 über die Renaissance der Operette.

Alle da? Über Diversität und Rassismus in der Klassik


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