Operntod-Rankings gibt es wie Sand am Meer: die denkwürdigsten (La Bohème, La Traviata), die epischsten (Dialogues des Carmélites, Götterdämmerung), die, die am schwierigsten zu inszenieren sind (La Wally, La Juive)… Alles schön und gut, aber nichts geht über einen Operntod, der eine Katharsis ist für die Wut, die sich in zwei bis fünf Stunden in mir aufgestaut hat. Ich will den moralisch einwandfreien Mord. Tode, die so nur richtig miese Gestalten ereilen können. Ich will, dass Fieslinge einmal – nur einmal – kapieren, wie es sich anfühlt, wenn man sie für ihre Taten zur Rechenschaft zieht.
Darum habe ich die folgende Liste zusammengestellt, auf Basis dreier Fragen:
1. Was hat die jeweilige Figur getan, dass sie den Tod verdient?
2. Wie gut ist der Tod im Libretto und in der Partitur umgesetzt?
3. Wie befriedigend ist es, zu sehen, wie die betreffende Figur ihr Schicksal ereilt?
Mein besonderer Dank gilt an dieser Stelle Opera Twitter und allen, die dort ihre Ansichten zu den angemessensten Operntoden geteilt haben (manche habe ich im Folgenden zitiert).
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