Sperrsitz

Unser Sperrsitz bringt Dich mit aktuellen Verlosungen ins Konzert, in die Oper, zu neuen CDs … Teilnehmen können alle Abonnent:innen. Abos gibt es hier.


KONZERT: Schubert und Nick Cave mit Charly Hübner und Ensemble Resonanz

Charly Hübner • Foto © Jann Wilken

Ein Mann auf dem Gnadenstuhl bekennt sich schuldig, schließlich. Zunächst aber wandert er, Franz Schubert und Nick Cave beschwörend, in die Einsamkeit, auf der Suche nach Freiheit. Aber was, wenn die Schuld schwerer wiegt? – Charly Hübner ist bekannt für kraftvolle, verletzliche, von Humor und Schwermut durchzogene Rollendarstellungen, darüber hinaus ist Hübner Musikkenner und ein bemerkenswerter Sänger – ideale Voraussetzungen, um sich Franz Schuberts Liedzyklus Winterreise zu nähern. An seiner Seite steht das Hamburger Ensemble Resonanz sowie Gitarrist Kalle Kalima, Carlos Bica am Kontrabass und Max Andrzejewski am Schlagzeug. Ausgehend von der These, Schubert sei ein früher Verwandter der Singer-Songwriter der 1970er-Jahre, verschränken Hübner und das Ensemble die Winterreise mit Songs von Nick Cave. Wir verlosen 1×2 Karten für die Aufführung am 21. Juni im Alten Kino Franklin in Mannheim im Rahmen des Mannheimer Sommers.

Ende der Verlosung: 17. Juni


KONZERT: Hommage für Hans Werner Henze in Köln

Bas Wiegers • Foto © Janet Sinica

Anlässlich des 100. Geburtstags von Hans Werner Henze widmet das Ensemble Musikfabrik dem Komponisten zwei Konzerte unter der Leitung von Bas Wiegers. Den Auftakt macht am Samstag, den 20. Juni die Reihe Musikfabrik im WDR im WDR Funkhaus in Köln. Unter dem Titel »Gegen die Stille« wird das enge Geflecht aus Wort und Ton greifbar, das die Zusammenarbeit von Henze und Ingeborg Bachmann prägte. Zwei Tage später, am Montag, den 22. Juni setzt sich die Hommage in der Kölner Philharmonie fort. Hier treffen u.a. Henzes Werke Apollo et Hyazinthus und El Rey de Harlem (mit Mezzosopranistin Barbara Kozelj) auf zeitgenössische Stücke von Olga Neuwirth und Gerd Kühr. Wir verlosen jeweils 1×2 Karten für das Konzert im WDR Funkhaus sowie für den Abend in der Kölner Philharmonie.

Ende der Verlosung: 17. Juni


KONZERT: Das Jugendsymphonieorchester der Ukraine mit Brahms, Dvořák und Resatsch

Foto © Youth Sym­pho­ny Or­ches­tra of U­kraine

Im vierten Jahr des Angriffskrieges Russlands, das selbstverständlich auch das Musikleben der Ukraine massiv beeinträchtigt, kommt das Jugendsymphonieorchester der Ukraine zum vierten Mal zu Young Euro Classic. An der Spitze steht nach wie vor seine Gründerin Oksana Lyniv, die es geschafft hat, das Ensemble in nur wenigen Jahren auf ein beeindruckendes Niveau zu heben. Auf dem Programm stehen das 1. Klavierkonzert d-Moll von Johannes Brahms (mit Illia Ovcharenko, der mit seinen 23 Jahren genau in dem Alter ist, in dem Brahms seinerzeit dieses jugendlich-kraftstrotzende Werk komponiert hat), die 8. Symphonie G-Dur von Antonín Dvořák und »ein Versuch, das Unaussprechliche in Töne zu fassen und dem Ungleichgewicht unserer Zeit Klang zu verleihen; eine Reflexion über die Geschehnisse unserer Gegenwart«, wie der Komponist Eduard Resatsch selbst über Reflections of Hope schreibt. Wir verlosen 1×2 Karten für das Konzert am 1. August im Konzerthaus Berlin.

Ende der Verlosung: 16. Juli


KONZERT: Augustin Hadelich und Klaus Mäkelä mit Samuel Barber und Igor Strawinsky

Foto © Patrick Hurlimann

Für seinen Einstand als »artiste étoile« in diesem Sommer bringt Geiger Augustin Hadelich ein Werk aus seiner amerikanischen Wahlheimat mit, das er besonders liebt: das betörend schöne Violinkonzert von Samuel Barber. »Das ist wie ein Perpetuum mobile — man muss loslassen und gleichzeitig alles kontrollieren«, erklärt Hadelich das Finale. Vielleicht ist das auch das Erfolgsrezept für den Feuervogel, Igor Strawinskys fulminanten Ballett-Erstling, bei dem das Lucerne Festival Orchestra alle Register seiner Kunst ziehen darf. Neben Hadelich musziert das Lucerne Festival Orchestra unter der Leitung von Klaus Mäkelä. Wir verlosen 1×2 Karten für das Konzert am 15. August im KKL Luzern.

Ende der Verlosung: 8. August


Abgelaufene Verlosungen

OPER: Station Paradiso an der Staatsoper Stuttgart

Foto © Matthias Baus

Eine Oper über Stuttgart und aus Stuttgart heraus: Station Paradiso erzählt die Geschichten von neun Menschen, die gemeinsam auf einen Roadtrip Richtung Süden gehen. Der Preis für die Fahrt: ein Lied. Nostalgie und Träume, Tragödien und Komik, Rituale und Sprachenvielfalt verweben sich zu einer poetisch-surrealen Mixtape-Oper. Die kroatische Komponistin Sara Glojnarić hat Menschen getroffen, die sich im Stuttgarter Raum seit den 50ern angesiedelt haben – und sie hat ihnen zugehört. Was dabei entstand, ist ein generationsübergreifendes Songbook der Stadt. Kann eine herausgekramte LP-Hülle Erinnerungen über Länder und Generationen hinweg zum Leben erwecken? Station Paradiso sucht das Gefühl von Zuhause in all diesen Geschichten zwischen einem Stuttgarter Busbahnhof, Anatolien und Neapel. Geschichten, die bisher noch nie auf einer Opernbühne erzählt wurden. Wir verlosen 1×2 Karten für die Aufführung am 6. Juni an der Staatsoper Stuttgart.

Ende der Verlosung: 31. Mai


MUSIKTHEATER: The Day Before bei den KunstFestSpielen Herrenhausen

KI-BILD © Thomas Walgrav

In der letzten Nacht vor dem Beginn des großen Krieges wird gefeiert, als könnte man dem Untergang davon tanzen. The Day Before führt mitten in diesen flirrenden Vorabend der Apokalypse, in dem sich Publikum, Darsteller:innen, Perkussionist:innen und ein Chor junger Frauen zu einer Schicksalsgemeinschaft vereinen. Homers Ilias, der Urmythos kriegerischer Gewalt, bildet die Blaupause für eine rauschhafte Feier am Abgrund. Komponistin Brigitta Muntendorf, Regisseurin Christiane Jatahy und Autorin Rosa Montero stellen das antike Heldenepos männlich codierter Gewalt auf den Prüfstand und folgen dabei der visionären Lesart der französischen Philosophin Simone Weil – kann es eine Zukunft ohne allmächtige Retter geben? Wie kann angesichts des Untergangs die Hoffnung auf Heilung und eine bessere Zukunft wachgehalten werden? Wir verlosen 1×2 Karten für die Aufführung am 24. Mai 19:30 Uhr in der DHC-Halle in Hannover. (Die deutsche Erstaufführung findet am 23. Mai ebenfalls im Rahmen der KunstFestSpiele Herrenhausen 2026 statt.)

Ende der Verlosung: 18. Mai


OPER: Zauberflöte – Premiere im Musiktheater im Revier

Foto © Nora Krahl

In Nora Krahls Neuinszenierung setzt das Musiktheater im Revier (MiR) verschiedene Digitaltechniken, Künstliche Intelligenz und interaktive Technologien ein, um die Zauberflöte noch magischer zu machen. Gemeinsam mit dem MiR.LAB, das neue Formen des Musiktheaters an der Schnittstelle von Teilhabe, Kunst und Digitaltechnik erforscht, präsentiert das MiR Mozarts Oper als märchenhafte und dystopische Open-World-Simulation. In einem von historischen Gemälden und barocken Theaterkulissen inspirierten Bühnenbild mit interaktiven Screens und fantasievollen Kostümen entfaltet sich ein satirisches Spiel aus Wahrheitssuche, Selbstermächtigung und der Frage, wie man in einer komplexen Welt den eigenen moralischen Kompass findet. Wir verlosen 1×2 Karten für die Premiere am 9. Mai im großen Haus des Musiktheater im Revier in Gelsenkirchen.

Ende der Verlosung: 3. Mai


KONZERT: Lass irre Hunde heulen – Schubert mit Gisbert zu Knyphausen und Kai Schumacher

Kai Schumacher & Gisbert Zu Knyphausen • Foto © Sophia Hegewald

Gisbert zu Knyphausen und Kai Schumacher laden erneut zu ihrem Schubert-Projekt Lass irre Hunde heulen (in VAN sprachen beide 2020 über die 1. Ausgabe). Sie stehen auf der Bühne mit dem bewährtem Ensemble aus Sebastian Deufel Drums (Percussion), Michael Flury (Gesang, Gitarre), Marcus Schneider (E-Gitarre) und Felix Weigt (Kontrabass), bringen aber neue Musik mit, von der man am Ende nie so recht weiß: Was war da jetzt Schubert, Knyphausen oder Schumacher? Wir verlosen 1×2 Karten für das Konzert am 3. März in der Elbphilharmonie Hamburg und 1×2 Karten für das Konzert am 5. April im Berliner Konzerthaus.

Ende der Verlosung: 26. Februar (Hamburg), 28. März (Berlin)


KONZERT / PERFORMANCE: Lament: a ritual of letting go mit Juliet Fraser, Christelle Monney, Sarah Saviet, Soosan Lolavar und Eliza McCarthy

Juliet Fraser • Foto © Dimitri Djuric

In Lament: a ritual of letting go kommen fünf Musikerinnen für ein Ritual zusammen, das sie aus Musik und Bewegung formen. Die beiden Sängerinnen, eine Violinistin, eine Santur- und eine Keyboardspielerin ziehen ihre Inspiration dabei aus bestehenden Ritualen, die das Zirkuläre ins Zentrum stellen: kanonische Stundengebete, mit handwerklichen Tätigkeiten assoziierte traditionelle Wechselgesänge oder die langsame Bewegung einer Trauerprozession. Ältere Musik begegnet in dieser Performance neuen Auftragswerken, sodass die Stücke über Zeiten und Weltregionen hinweg miteinander kommunizieren. Das Repertoire umfasst byzantinische Hymnen von Kassia, polyphone korsische Lieder, französische und schottische Folksongs, sowie Lieder der Sehnsucht aus unterschiedlichen Zeiten, von Josquin Desprez und Catherine Lamb. Außerdem fließen Lamenti von Soosan Lolavar, Luke Nickel, Christopher Trapani und James Weeks ein, die das Ensemble beauftragt hat. Wir verlosen 1×2 Karten für die Aufführung am 25. März in der Berliner Parochialkirche im Rahmen von MaerzMusik.

Ende der Verlosung: 19. März


KONZERT: Die Augsburger Domsingknaben singen Bachs Matthäuspassion

Mit dem Orchester La Banda gestalten die Augsburger Domsingknaben unter der Leitung von Domkapellmeister Stefan Steinemann Ende März Bachs Matthäuspassion. Als Solisten sind Anton Haupt (Bariton) in der Rolle des Christus und Christian Volkmann (Tenor) als Evangelist zu erleben. Wir verlosen 1×2 Karten für das Konzert am 22. März in der Heilig-Kreuz-Kirche in Augsburg und 1×2 Karten für das Konzert am 23. März im Herkulessaal in München.

Ende beider Verlosungen: 18. März


KONZERT: Anna Vinnitskaya, das Orchestre de Paris und Klaus Mäkelä spielen Rachmaninow und Franck

Anna Vinnitskaya • Foto © Marco Borggreve

»Meine Heimat ist in mir drin, Rachmaninow, Prokofjew, in meinen Erinnerungen. Das hat nichts mit dem heutigen Russland zu tun«, erklärt Pianistin Anna Vinnitskaya im VAN Interview. Zusammen mit dem Orchestre de Paris und Klaus Mäkelä interpretiert sie in Köln das 2. Klavierkonzert von Rachmaninow, außerdem steht César Francks Sinfonie d-Moll FWV 4 auf dem Programm. Wir verlosen 1×2 Karten für das Konzert am 19. März in der Kölner Philharmonie.

Ende der Verlosung: 12. März


OPER: Der Chronoplan von Julia Kerr am Staatstheater Mainz

Der Chronoplan; Tim-Lukas Reuter • Foto © Andreas Etter

Die Komponistin Julia Kerr, Mutter von Judith Kerr, der Autorin von Als Hitler das rosa Kaninchen stahl, trug auf der Flucht vor den Nationalsozialisten stets die noch unvollendete Partitur der Oper Der Chronoplan mit sich. Ermöglicht durch aufwendige Rekonstruktionsarbeiten wird das Werk jetzt, am 24. Januar 2026, in Mainz szenisch uraufgeführt. Erzählt wird eine charmant-groteske fiktive Geschichte um Albert Einstein, der einer erlesenen Gesellschaft (darunter Richard Strauss, Max Liebermann und George Bernard Shaw) seine neueste Erfindung vorführt: eine Zeitmaschine. Doch in welche Epoche soll die Reise gehen? Welche Persönlichkeiten möchte man treffen? Schließlich geht es nicht ohne Komplikationen in die Romantik … Julia Kerrs Oper vereint die großen stilistischen Strömungen der Zeit mit Anlehnung an Wagner und Strauss und hat viel Sinn für dramatische Wirkung und szenischen Humor. Ihr Werk wird in der Inszenierung von Lorenzo Fioroni und mit GMD Gabriel Venzago lebendig. Wir verlosen 1×2 Karten für die Aufführung am 21. Februar am Staatstheater Mainz (inklusive Freigetränke und Snacks vor der Vorstellung und in der Pause).

Ende der Verlosung: 14. Februar


KONZERT: Ensemble Modern spielt Steve Reichs Music for 18 Musicians

Ensemble Modern • Foto © Katharina Dubno

Mehr als 100.000 Tonträger der Ersteinspielung der Music for 18 Musicians gingen 1978 über den Ladentisch. Doch erst 20 Jahre nach der Uraufführung in New York kam das Stück nach Europa, wo das Ensemble Modern es einstudierte – in enger Zusammenarbeit mit dem Komponisten, denn Reich hatte keine Partitur notiert, die Stimmen lagen nur in einer Kurzschrift vor. So entstand eine enge Beziehung zwischen Steve Reich und dem Ensemble Modern, bis heute sind die Musiker:innen Expert:innen für seine Musik. Wir verlosen 1×2 Karten für das Konzert am 6. Januar 2026 in der Kölner Philharmonie.

Ende der Verlosung: 4. Januar