Diese Euphorie möchte man keinesfalls knicken. Und das nicht etwa, weil »Berlins erste Chefdirigentin« Schutz bräuchte, sondern einfach, weil der Enthusiasmus von Orchester, Dirigentin und sich drängendem Publikum derart ansteckend ist. Selbst die Philharmonie, wo das Konzerthausorchester im Rahmen des Musikfests Berlin ein Gastspiel gibt, ist knallvoll. Das ist auch absolut berechtigt: nicht nur, weil es nach den mindestens 869 Jahren, die die existierenden großen Berliner Orchester zusammengerechnet alt sind (Berliner Philharmoniker 141 Jahre, Deutsches Symphonie-Orchester 77, Rundfunk-Sinfonieorchester 100, Konzerthausorchester 98, Staatskapelle 453 oder mehr) erstmals eine Frau an einer Spitze gibt. Sondern weil die aus Nürnberg gekommene Joana Mallwitz keine Musikverwalterin ist, sondern eine große Mitreißerin.


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… lebt in Berlin, liebt Musik, schreibt Romane: u.a. ›Beethovn‹ (2020). Zuletzt erschien ›Silence‹. ✉️ KonzertgaengerBerlin@gmail.com