Vielleicht gibt es an diesem warmen Samstag im April keinen besseren Ort, um über tschechische Musik zu sprechen. Ich bin mit dem Dirigenten Jakub Hrůša in Bamberg verabredet. Hrůša wuchs in Brünn auf und studierte Dirigieren an der Akademie der musischen Künste in Prag, unter anderem beim kürzlich verstorbenen Jiří Bělohlávek. Nach Stationen bei den Prager Philharmonikern und als musikalischer Leiter beim Glyndebourne Festival wurde er im Herbst 2016 der fünfte Chefdirigent der Bamberger Symphoniker. Er schreibt das tschechische Erbe des Orchesters fort: Bei dessen Gründung 1946 bildeten ehemalige Mitglieder des Deutschen Philharmonischen Orchesters Prag den Kern. Ich treffe Hrůša im Dirigentenzimmer der Bamberger Konzerthalle. Abends wird er hier unter anderem Brahms 4. Sinfonie dirigieren. Vor unserem Gespräch hat er mir eine Liste seiner Lieblingsstücke tschechischer Musik per E-Mail geschickt. (Übrigens, wer sich unsicher ist, wie bestimmte Komponisten und unser Gesprächspartner ausgesprochen werden, dem hilft Jakub Hrůša hier weiter.)


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... ist Herausgeber von VAN. Er studierte Development Studies, Ethnologie und Asienwissenschaften in Berlin, Seoul, Edinburgh und an der London School of Economics und arbeitete im Anschluss zehn Jahre als Berater in Projekten der internationalen Entwicklungszusammenarbeit. 2014 gründete er mit Ingmar Bornholz den VAN Verlag, wo er auch als Geschäftsführer fungiert. hartmut@van-verlag.com