Wir Orchestermusiker:innen wissen um die Bedeutung des großen Ganzen. Wir lieben diese besondere Energie, die entsteht, wenn wir gemeinsam auf der Bühne oder im Graben sitzen und um unser Leben spielen. Ein tolles Gefühl, das sich leider hinter der Bühne nur selten fortsetzt. Dort würde wohl kaum jemand ein Orchester als großes Ganzes bezeichnen, in dem sich alle Mitarbeitenden wahrgenommen fühlen, wo konstruktiv über Verbesserungen diskutiert wird und deren Umsetzung selbstverständlich ist. Wo neue Ideen gern gehört und sich intensiv mit ihnen beschäftigt wird, wo also ein Interesse daran besteht, sich als soziales und betriebliches Gefüge stetig zu entwickeln – und wo die dafür erforderliche Struktur vorhanden ist. Würden aber aufgrund von sinnvoller Kommunikation Konflikte erst gar nicht entstehen, würden Auswahlverfahren effektiver und menschlicher gestaltet und neue Ideen den Arbeitsalltag auffrischen, würde auch die Zufriedenheit steigen, das Gemeinschaftsgefühl und damit auch die Wahrscheinlichkeit, auf der Bühne dieses große Ganze zu erreichen, das unseren Beruf so einzigartig macht.
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