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Veröffentlicht inPorträt

»Ich glaube daran – aber es gefällt mir nicht!«

Für einen Künstler seines Formats ist die Anzahl der Aufnahmen des Pianisten Ferenc Rados recht überschaubar. Jetzt ist eine weitere hinzugekommen: Im Juni 2021 hat Rados zusammen mit Kirill Gerstein, der zeitweilig Rados‘ Schüler war, Mozarts Klaviersonaten zu vier Händen KV 497 und 521 eingespielt. Steven Isserlis nimmt das zum Anlass, seine Erfahrungen mit Rados […]

Veröffentlicht in250 Komponistinnen

80/250: Clara Faisst

Am 5. Juni 1872 verabschiedete man den Dirigenten Hermann Levi (1839–1900) – 1882 Uraufführungs-Dirigent von Wagners Parsifal – als Leiter des Hoforchesters Karlsruhe. Johannes Brahms hatte zu diesem Anlass sein Triumphlied op. 55 komponiert, das an eben jenem Tag im Großherzlichen Hoftheater zu Karlsruhe zum ersten Mal gegeben wurde. 18 Tage später – am 22. […]

Veröffentlicht inInterpretationsvergleich

Das Hirn wackelt.

Ein typisches Deutsche-Grammophon-Stück: Überall bekannt, banal, »eingängig«. In dieser schnuckeligen Klebealbum-Abziehbildchen-Tonart ohne Vorzeichen: a-Moll. »Niccolò Panini.« Die Profis vermeiden dieses Werk – und die »Liebhaberinnen und Liebhaber klassischer Musik« wünschen es sich, wenn es heißt: »Wunschkonzert«. Das Evaluation gewordene Klavierstück. Der Tod, Krankheit und (noch schlimmer) Unmut bringende Vorbote der Neoklassik, das Musikpendant zum Paulo-Coelho-Romänchen […]

Veröffentlicht in250 Komponistinnen

79/250: Elfrida Andrée

Im Jahr 1841 schaffte man in Schweden die Stock-Bestrafung ab, bei der die Füße von Gefangenen mittels eines Holzblocks fixiert werden, so dass der jeweils Bestrafte beispielsweise der Öffentlichkeit zwecks Demütigung »präsentiert« werden kann. Im selben Jahr wurden die beiden Stockholmer Bordelle »London« und »Stadt Hamburg« geschlossen. Ebenfalls 1841 gründete sich in der Stadt Borlänge […]

Veröffentlicht in250 Komponistinnen

76/250: Elizabeth Maconchy

Vier Tage nach Zarah Leander, genauer: am 19. März 1907 erblickte Elizabeth Maconchy im nordöstlich von London gelegenen Ort Broxbourne das Licht der Welt. Den Großteil ihrer Kindheit verbrachte Elizabeth Maconchy mit ihren Eltern jedoch in Dublin, woher die Familie ursprünglich stammte. Angeblich komponierte sie bereits mit sechs Jahren erste eigene Stücke und wurde entsprechend […]

Veröffentlicht inInterview

»Selbst wenn es jetzt vorbei wäre, könnte ich nur den Hut ziehen und Danke sagen.«

Am 25. März schreibt der Pianist Lars Vogt auf Twitter: »Today: fight against cancer, round 2 (chemo). Keep your fingers crossed for me…« Anderthalb Monate später steht er kurz vor der fünften Runde Chemotherapie. »Das geht jetzt ein halbes Jahr so durch, bis in den Oktober, zwölf Runden, sofern der Körper es mitmacht. Bisher ist […]

Veröffentlicht inInterpretationsvergleich

Resignation, Version 1827.

»Impromptu« bedeutet so viel wie »aus dem Moment heraus erfunden«. Franz Schuberts Verleger Tobias Haslinger meinte, dieser Begriff könnte sich als Titel für zwei Zyklen von je vier Klavierstücken auf dem Markt erfolgreich ausgehen. Und die im 19. Jahrhundert immer noch aktuelle Mode, alles und jede:n französisch zu betiteln, hatte selbst auf den nicht sonderlich […]

Veröffentlicht in250 Komponistinnen

75/250: Josephine Lang

Josephine Lang kam am 14. März 1815 – zwei Wochen vor der Geburt des späteren Reichskanzlers Otto von Bismarck – in München zur Welt. Mutter Regina (1788–1827, geb. Hitzelberger) war eine bekannte Opernsängerin ihrer Zeit, die es sich sogar erlauben konnte, das mit dem Gang nach Paris verbundene Angebot von Napoleon Bonaparte – wie einst […]

Veröffentlicht in250 Komponistinnen

74/250: Florence Price

Florence Price ist eine der wenigen bekannteren Schwarzen Komponistinnen innerhalb der »Ernsten Musik«. Geboren wurde sie am 9. April 1887 in Little Rock, Arkansas, wenige Wochen nach der Uraufführung von Giuseppe Verdis vorletzter Oper Otello (5. Februar 1887). Schon als Vierjährige trat sie öffentlich als Pianistin in Erscheinung. Price erhielt Klavierunterricht von Charlotte Andrews Stephens […]

Veröffentlicht inInterview

»Aus dem Zirkus bin ich gerade noch mehr raus als sonst.«

Vor fünf Jahren hat der Pianist Martin Helmchen gemacht, was viele planen ohne es dann umzusetzen: Er ist mit seiner sechsköpfigen Familie nach Brandenburg in die Nähe von Luckau gezogen, auf halber Strecke zwischen Berlin und Dresden, wo Helmchens Frau, die Cellistin Marie-Elisabeth Hecker, eine Professur an der Musikhochschule Carl Maria von Weber innehat. Er […]