Veröffentlicht in250 Komponistinnen

207/250: Francesca Campana

Francesca Campana erblickte wohl um das Jahr 1615 herum in Rom das Licht der Welt. In diesem Jahr heiratete Ludwig XIII. die Habsburgerin Anna von Österreich (beide waren zu dem Zeitpunkt 14 Jahre alt), das Fort São Jorge da Mina, eine Festung an der Küste Ghanas in portugiesischem Besitz, wurde durch ein Erdbeben schwer beschädigt […]

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206/250: Helen Eugenia Hagan

Fährt oder läuft man an der Ostküste Nordamerikas von Boston in Richtung Norden, so kommt man – früher oder später – auch nach Portsmouth in New Hampshire. In eine Gegend, in der fast alle Ortschaften nach britischen Vorbildern benannt wurden, wie eben Portsmouth, das es auch in der englischen Grafschaft Hampshire gibt. Hier finden wir […]

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205/250: Alba Trissina

Der Musikwissenschaftler Carl Dahlhaus (1928–1989) wurde in seinem umfangreichen Oeuvre nicht müde zu betonen, dass der Begriff des »Genies« erst durch den franko-flämischen Renaissance-Komponisten Josquin Desprez (ca. 1450/1455–1521) in die (Musik-)Geschichtsbücher eindrang. Das wiederum bedeutet nicht, dass alle Genies nach Josquin auch flächendeckend als solche erkannt/benannt wurden. Eine komponierende Frau aus Italien, die (meist als […]

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204/250: Ursula Mamlok

Zu Beginn des Jahres 1923 stand das Leben in Berlin ganz im Zeichen einer Hyperinflation. Dinge des alltäglichen Bedarfs kosteten plötzlich Millionen, bald Milliarden. Die Inflation hatte bereits während des Ersten Weltkriegs begonnen. Doch jetzt, kurz nach Neujahr 1923, explodierten die Preise förmlich. Kaufleute mussten extra Räume anmieten, nur um die schieren Massen von Papiergeld […]

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203/250: Esther Rofe

Erst zwei australische Komponistinnen waren bei uns zu Gast: die in Melbourne geborene Penny Glanville-Hicks (1912–1990) sowie Anne Boyd (*1946) aus Sydney. Heute besucht uns die am 14. März 1904 in Melbourne zur Welt gekommene Esther Rofe. In ihrem Heimatland bezeichnet man sie als die »Grand Dame der australischen Komponistinnenszene«. Rofe erlernte als Kind das […]

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202/250: Alicia Ann Spottiswoode

Im rauen Nordosten Schottlands liegt die Grafschaft Berwickshire. Steile felsige Abhänge gehen direkt zum Meer hinab. Die Wiesen und Äcker sind fruchtbar, steile Abhänge gehen direkt zum Meer hinab. In diesem nordischen Idyll wurde am 24. Juni 1810 Alicia Ann Spottiswoode geboren. Alicia Ann war die älteste Tochter von Helen Wauchope of Niddrie-Mains und John […]

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»Es gibt wohl kaum eine Komposition aus dieser Zeit, die so viele Melodien enthält!«

»Der Künstler tut nichts, was andere für schön halten, sondern nur, was ihm notwendig ist.« Der Urheber dieses Zitats ist der auch mit erstaunlich vielen anderen Bonmots im Sprachgebrauch von Musikerinnen und Musikern vertretene Arnold Schönberg, zum Beispiel dem – ungleich bekannteren – »Kunst kommt nicht von können, sondern vom Müssen«. Gerne unterstellt man ihm, Schönberg, dieses »Drängen«, […]

Veröffentlicht inInterpretationsvergleich

Wir bleiben viel zu wach

Schriebe ich ein Buch mit dem Titel 100 Werke der Ernsten Musik, die du kennen solltest, dürfte dieses fast einstündige Kammermusikstück nicht fehlen: ein Quartett vom Ende der Zeiten. Das Quatuor pour la fin du temps schrieb Olivier Messiaen (1908–1992) als Kriegsgefangener der deutschen Wehrmacht. 1940 verschleppte man Messiaen, der ein Jahr zuvor zum französischen […]

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201/250: Esmeralda Athanasiu-Gardeev

»Mein weiß von ihr fast gar nichts.« Ein Satz, den man in Biographien von E-Musik-Komponistinnen zu häufig lesen (und schreiben) muss. Das gilt auch für eine Komponistin mit einem wohlklingenden, vokalreichen Namen: Esmeralda Athanasiu-Gardeev. Geboren wurde Athanasiu 1834 im moldawischen Galați, im (heutigen) Osten Rumäniens gelegen. Die extrem spärlichen Informationen geben nicht viel her: Wir […]

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200/250: Rosa Giacinta Badalla

Eine Jubiläumsfolge, die einer der hervorragenden Komponistinnen des 17. Jahrhunderts gewidmet sei: Rosa Giacinta Badalla. Viel ist nicht bekannt über die wohl um 1660 in Mailand – oder in der späteren Donizetti-Domäne Bergamo – Geborene. Sekundärliteratur: Fehlanzeige. Selbst der Musikwissenschaftler Robert L. Kendrick erwähnt sie in seinem Buch The Sounds of Milan, 1585–1650 nicht. Dafür […]