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Veröffentlicht inNachricht der Woche

»Wir müssen uns nicht verstecken.«

»Anerkennung, Theaterkindergärten, keine Samstagsproben, bessere Gagen, angemessene Arbeitzeiten, Teilzeitmöglichkeiten, Endproblematisierung von Schwangerschaften und Kindern«  So formuliert eine Teilnehmerin der Pilotstudie zu »Belastungen, Bedürfnissen und Herausforderungen von Bühnenmüttern« ihre Zukunftsträume für ihr Berufsleben – und zeigt damit gleichzeitig, welche Facetten ihres Berufes aktuell für sie die größten Hürden darstellen. Die am 15. September veröffentlichte Studie hat […]

Veröffentlicht in250 Komponistinnen

164/250: Ina Boyle

In Deutschland ist sie noch immer ziemlich unbekannt, in Irland fast so etwas wie eine Kompositionslegende. Geboren wurde sie am 8. März 1889 in Bushey Park, in der Nähe von Enniskerry, in der Grafschaft Wicklow; ziemlich genau sechs Wochen vor Charlie Chaplin (1889–1977): Ina Boyle. Ihr Vater arbeitete als Kaplan und wurde zum ersten Musiklehrer […]

Veröffentlicht inNachricht der Woche

Wer solche Freunde hat …

In dieser Rubrik kommentieren wir in jeder Ausgabe eine Nachricht, die uns in der vergangenen Woche beschäftigt, betrübt oder erfreut hat. Plácido Domingo soll seit 26 Jahren Verbindungen zu mindestens vier Mitgliedern einer kriminellen Sekte in Buenos Aires haben. Das berichten argentinische Zeitungen, die sich auf Quellen aus dem Umfeld der Ermittlungen gegen die Sekte […]

Veröffentlicht inKritik

Die Gleichgültigkeit des Kosmos

Während der Arbeit am ersten Satz seiner Quatre chants pour franchir le seuil, den Vier Gesängen, um die Schwelle zu überschreiten, vermerkte Gérard Grisey im Juli 1996 in seinem Notizbuch: »Sollte ich jemals eine Oper komponieren, dann sollen die Konflikte und Tragödien sich nicht zwischen den einzelnen Stimmen entspinnen, sondern aus der Beziehung zwischen den […]

Veröffentlicht inKritik

Himmel und Hölle

Salzburg ist schön wie eine Braut. Weiß, rosig, glücklich. Der Himmel weit und hoch, die Burg prangt, die Glocken läuten. So was färbt ab auf die Seele. Wenn die Pferdeäpfel dampfen, aber auch, wenn es Schnürln regnet und man nicht einmal mehr im Café Habakuk in der Linzergasse einen freien Tisch finden kann, geschweige denn […]

Veröffentlicht inKommentar

Weiche, Wotan, weiche!

Nur dreimal hat Wagner zu seinen Lebzeiten den Ring des Nibelungen in Bayreuth aufführen lassen, 1876 im funkelnagelneuen Festspielhaus. Sechs Jahre später gab es noch 18 Vorstellungen des Parsifal. Das war’s. Nicht nur, weil er den Betrieb mit seiner vierteiligen Endzeit-Tragödie tief in die roten Zahlen gerockt hatte. Sondern auch, weil das gigantomanisch konzipierte Ganze […]

Veröffentlicht in250 Komponistinnen

156/250: Gasisa Schubanowa

Unweit der Grenze zu Russland liegt die kasachische Stadt Aqtöbe. Hier wohnen heute fast eine halbe Millionen Menschen. In einem Dorf in der Nähe kam am 2. Dezember 1927 Gasisa Schubanowa zur Welt. Sie war, so liest man, eine hervorragende Schülerin und schloss die Schule mit Auszeichnung ab. Ihr Vater war professioneller Musiker, dessen Musikbegeisterung […]

Veröffentlicht inKritik

Schostakowitschs Scheunenfest

Schwere Felswände und dunkle Wälder empfangen mich, als ich in Bad Schandau aus dem Zug steige. Ich habe eine siebenstündige Anreise in die Sächsische Schweiz hinter mir, mein Ziel ist Gohrisch. Dieser Kurort, rund eine Stunde östlich von Dresden, ist kein Mekka der klassischen Musik, aber seit mehr als zehn Jahren ein Geheimtipp für Fans […]

Veröffentlicht inInterview

»Für mich ist eine Produktion ein Misserfolg, wenn die Geschichte nicht verständlich rübergebracht wird.«

Hat die Metropolitan Opera, die seit 2006 von Peter Gelb geleitet wird, einfach nur ein paar schwere Jahre hinter sich, oder sind die Missstände, die an einer Institution dieser Größenordnung besonders deutlich zutage treten, nur die Spitze des Eisbergs an Schieflagen, die die gesamte Klassikbranche durchziehen? Die letzten sieben Jahre in der Geschichte der Met […]

Veröffentlicht inEssay

Liebste Feinde

Kunstwerke sind meist schlauer als ihre Schöpfer. In der Regel verraten sie mehr über verdeckte Verbindungen, Beziehungen, Einflüsse als die Äußerungen oder Einlassungen ihrer Autoren vermuten lassen. Eine Erfahrung, die in Zeiten epidemischer Polarisierungen nicht oft genug betont werden kann. Zum Auftakt eines neuen Ring-Zyklus hat die Oper Dortmund Ende Mai diesen Befund am Beispiel […]