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Veröffentlicht in250 Komponistinnen

89/250: Mary Jeanne van Appledorn

Mary Jeanne van Appledorn wurde am 2. Oktober 1927 in Holland geboren. Gemeint ist jedoch – ihr Nachname weist in eine falsche Richtung – nicht der uns durch Nachbarschaft naturgemäß geläufigere Teil der Niederlande, sondern eine 1847 gegründete Stadt (Einwohner:innen heute: ca. 35.000) im US-Bundesstaat Michigan, nahe des Lake Michigan. Kein Elternteil Mary Jeanne van […]

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Verrauschter Rausch

Die musikalische Welt von Maurice Ravel ist sexy und handwerklich überragend. Es scheint, als habe er kein einziges schlechtes Stück geschrieben. »Abgesehen vom Boléro« – sagen manche, halb im Scherz, aber auch das ist Unsinn. Ravels Introduction et allegro ist ein bei Kammermusiker:innen beliebtes und doch irgendwie auch unterrepräsentiertes Stück – im Folgenden erkundet mit […]

Veröffentlicht in250 Komponistinnen

88/250: Elisabetta de Gambarini

Am 29. Januar 1730 stirbt Kaiser Peter II. von Russland an den Pocken. Am 3. Februar erscheint in London die damals wichtigste englische Tageszeitung – The Daily Advertiser (bis 1798) – zum allerersten Mal. Ebenfalls in London erlebt Georg Friedrich Händels Oper Partenope am 24. Februar 1730 am King’s Theatre am Haymarket ihre Uraufführung. Und […]

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87/250: Cécile Chaminade

Sie ist eine der bekanntesten Komponistinnen des späten 19. Jahrhunderts überhaupt: Cécile Chaminade. Geboren wurde sie am 8. August 1857 in Paris. Ihre Mutter war Sängerin und Pianistin und unterrichtete das Mädchen – drittes von vier Kindern – am Klavier. Kompositionen entstanden ab Chaminades achtem Lebensjahr. In Pariser Salonkreisen nannte man sie »Wunderkind«. Chaminades Vater […]

Veröffentlicht inSerien

»Kinder zu entführen, um sie in einer Hofkapelle als Chorknaben einzusetzen, kam damals öfter vor.«

»Eigentlich« heißt Orlando di Lasso: Roland oder Orlande de Lassus. Denn er kam um 1532 nicht etwa – wie sein später italianisierter Name den Anschein macht – in Italien zur Welt, sondern in Mons auf dem Gebiet des heutigen Belgiens. Weitere Fakten zu di Lasso liefert Bernhold Schmid von der Orlando di Lasso-Gesamtausgabe der Bayerischen […]

Veröffentlicht in250 Komponistinnen

86/250: Ruth Zechlin

Im sächsischen Großhartmannsdorf – südlich der Mitte von Dresden und Chemnitz, nahe der tschechischen Grenze gelegen – kam am 22. Juni 1926 Ruth Oschatz zur Welt. Beide Eltern waren Pädagog:innen. Ruth Oschatz’ Vater erhielt 1928 eine Dozentenstelle an der Universität von Leipzig. Er war es auch, der Ruth Oschatz in jungen Jahren Klavier- und Musiktheorie-Unterricht […]

Veröffentlicht inInterview

»Hier in Japan sind die strenger als bei uns die GEMA!«

Jedes Olympia-Event braucht heutzutage Musik – für jeweils ganz unterschiedliche Teile einer Veranstaltung. Markus Hinzke ist dafür in Tokio 2021 zuständig. Arno Lücker hat ihn kurz vor dem Springreit-Finale interviewt. Ein Gespräch über Ein- und Zurichtung, Zweck und Ästhetik klassischer Musik im Pferdesport. VAN: Herr Hinzke, wie ist die Stimmung in Tokio? Markus Hinzke: Die […]

Veröffentlicht inKritik

»Leichte Taktfehler da im Übergang!«

Die ohne Zuschauerinnen und Zuschauer stattfindenden Olympischen Sommerspiele in Tokio lassen viel Raum – in den Stadien und für die Ohren. Wir hören, was sich die Protagonistinnen und Protagonisten zurufen: Anfeuerungen, Unzufriedenheiten, Taktikanweisungen. Doch wir vernehmen auch (vereinzelt): klassische Musik! Unser Autor denkt über Klassik im Alltag und bei Olympia nach und analysiert die Musik […]

Veröffentlicht in250 Komponistinnen

85/250: Kerstin Thieme

Kerstin Anja Thieme wurde bei der Geburt am 23. Juni 1909 im erzgebirgischen Niederschlema das männliche Geschlecht zugewiesen. Kerstins Vater war Papierfabrikant und im bildungsbürgerlichen Hause Thieme waren alle wirtschaftlichen Mittel für eine gute musikalische Früherziehung vorhanden. Kerstin Thieme studierte nach dem Abitur in Aue ab 1929 zugleich Schulmusik und Komposition in Leipzig. Ihr Kompositionslehrer […]

Veröffentlicht inInterpretationsvergleich

»Ein hoher Ton, ein tiefer Ton, ein Ton in der Mitten.«

Es gibt Menschen in »führenden Positionen« des Musikleben Deutschlands, die Zwölftonmusik nach eigenen Angaben »hassen«. Man kann jetzt gefühlig fragen: »Woher eigentlich dieser Hass?« Man kann aber auch einfach kurz sagen, warum es Zwölftonmusik überhaupt gibt und wie sie funktioniert. Eine mir bekannte (echte) Prinzessin – eine Malerin – hatte auf ihrer Gästetoilette ein Spruchbild […]