Veröffentlicht inKritik

Auftakt des Mozart-›Ring‹

Wagners Ring kann man wie Mozart spielen – und das sollte man vielleicht auch. Das ist die Lektion dieses Rheingold mit den Berliner Philharmonikern unter Kirill Petrenko, inszeniert von Kirill Serebrennikov, das gestern bei den Salzburger Osterfestspielen Premiere hatte.  Es war eine höchst kammermusikalische Aufführung. Die Ouvertüre wird oft als Ursuppe serviert, was inhaltlich legitim […]

Veröffentlicht inBericht

Més que un Konzerthaus

Der Potsdamer Platz hat – mal wieder – ein Imageproblem. Kein Berlinale-Bericht kam dieses Jahr ohne einen Seitenhieb gegen die wachsende Tristesse zwischen »Mall of Berlin« und Kulturforum aus. Kinemathek weg, Musicaltheater oll, »Boulevard der Stars« verrottet, Sony Center ein Lost Place. Bleibt der eisige Wind durch die Häuserschluchten und ein natürlicher Fluchtimpuls. Die Berlinale hat seit […]

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Triangle of Happiness

Verdienstvolle List, wenn man einen magnetisch anziehenden Namen in den Dienst von dem stellt, was kaum einer kennt. Der Vehikel-Name lautet in dem Fall Lang Lang, und Nutznießende der Kollateral-Adhäsion ist die einzige Sinfonie von Hans Rott. Die wurde, neben der Aufführung durch ein Uni-Orchester, in Berlin zuletzt 2018 vom RSB unter Sebastian Weigle gespielt. […]

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Ansteckende Heimatgefühle

Allseitiges Heimkehr-Empfinden, wenn Sir Simon Rattle die Berliner Philharmonie besucht. Vor allem, wenn er eines »seiner« Werke mitbringt, wie John Adams’ Harmonielehre. Dieses Mitte der 1980er entstandene Eklekto-Amalgam aus sogenanntem Minimalismus, sogenannter Spätromantik und sogenanntem Impressionismus (diese Etiketten sind ja ein Quark) ist ein Konzertsaal-Ereignis ersten Ranges – wenn es dem Publikum in Deutschland denn […]

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Notizen der Woche • KW 21/2025

Message Control mit Kirill Petrenko Kirill Petrenko spricht nicht mit der Presse. Wer Interviewanfragen stellt, bekommt stets dieselbe Antwort: »Herr Petrenko äußert sich lieber durch seine Musik.« Einmal im Jahr gibt es ein »Pressegespräch« anlässlich der Saisonvorstellung, wo er – flankiert von Pressesprecherin, Intendantin und Orchestervorstand – Fragen beantwortet. That’s it. Was auch immer in […]

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Notizen der Woche • KW 20/2025

Berliner Philharmoniker zahlen John Williams-Fans Geld zurück Letzte Woche berichteten wir über den Proteststurm enttäuschter John Williams-Fans, die nach der krankheitsbedingten Absage des Filmmusikkomponisten für drei Konzerte mit den Berliner Philharmonikern eine Rückerstattung des Ticketpreises forderten. Nachdem das Orchester zunächst jede finanzielle Entschädigung abgelehnt hatte, wurde nun eingelenkt – wohl nachdem viele Kartenbesitzer mit einem […]

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Sie haben die AGB zur Kenntnis genommen.

Vor der Filmmusik von John Williams gibt es kein Entkommen. Wer wüsste es besser als Harrison Ford. »Diese verdammte Musik verfolgt mich überall hin«, so der Indiana-Jones-Darsteller vor einigen Jahren mit gespielter Entrüstung in einer Laudatio auf Williams. »Sie spielen sie jedes Mal, wenn ich auf die Bühne komme, jedes Mal, wenn ich von der […]

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Waldbrandszenen

Eigentlich wäre es ein guter Zeitpunkt für dieses Thema der Biennale der Berliner Philharmoniker – inmitten eines deprimierenden Wahlkampfs, in dem das Thema »Umwelt/Klima« skandalös abwesend ist, als wär’s blankes Gedöns (und als hätte die allseits aufwühlende »Migration« nicht auch viel damit zu tun). Andererseits tendieren diese kulturellen Beschäftigungen mit der »Bedrohung der Natur« öfter […]

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Farben und Fetzen

Man hört manchmal desillusionierende Geschichten aus großen Symphonieorchestern oder führt nette Zufallsgespräche mit diesem oder jenem Hinterbänkler, da kann es einem mitunter deprimiert den Rücken runterlaufen: Kunstdienst nach Vorschrift, strikte Beschränkung aufs eigene Handwerk. Was wollen solche Fachleute von der Musik? Über den eigenen technischen Spezialbereich hinaus null Interesse am Musikleben (und der Welt im […]

Veröffentlicht inHundert 11

Option, Drama, Zustand

Für Symphomanen und Brucknerados hat der wie üblich grauselige Berlin-Dezember nochmal das philharmonische Füllhorn geöffnet: in der ersten Adventswoche die Zweite, in der zweiten die Achte, in der dritten die Neunte. Das heißt zweimal c-Moll und einmal d-Moll, bei abnehmender harmonischer Orientierungs- und Bindungskraft. Und das Ganze mit drei völlig unterschiedlichen dirigentischen Temperamenten. Der Abend […]

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