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»Ich setze mich dafür ein, dass dieser Ort einer wird, an dem ich das Gefühl habe, dazuzugehören.«

In der Welt der klassischen Musik ist anti-asiatischer Rassismus so allgegenwärtig, dass er vielen Nicht-Betroffenen gar nicht mehr auffällt. Szenen wie in meinem ersten Studienjahr an der Royal Academy of Music in London, als ein koreanischer Kompositionsstudent ein einziges Mal zu spät zum Unterricht erschien, was den Professor zu einer ekelhaft karikierenden Nachahmung seines Akzents […]

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»Perfekte Stimme im falschen Körper«

»Pummeliges Bündel Welpenfett«, »unansehnlich und unattraktiv«, »widerliche Figur«. Diese und ähnliche Aussagen müssen sich etablierte Opernsänger:innen anhören. Auf dem ersten Blick scheint es sich um Einzelfälle zu handeln, nur selten macht Bodyshaming in der Opernbranche Schlagzeilen. Prominentestes Beispiel ist die Affäre um das »little black dress«, in das Deborah Voigt nicht passte und in dessen […]

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»Internalisierte Misogynie spielte bei mir eine riesengroße Rolle.«

Die Komponistin Sara Glojnarić gewann 2020 den Kompositionswettbewerb »NEUE SZENEN«. Schon 2018 wurde ihr Werk #popfem, das antifeministische und rassistische Propaganda künstlerisch demontiert, mit dem Kranichsteiner Musikpreis ausgezeichnet. »Ich dachte vorher nie, dass meine Identität als queere Frau einen starken Einfluss auf meine kompositorische Arbeit haben kann«, erklärt Glojnarić Hannah Schmidt im Gespräch. »Eigentlich ist […]

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»Wollen wir doch mal sehen!«

Im Jahr 2020 waren in den 129 öffentlich finanzierten Orchestern in Deutschland 39,6 Prozent der festen Stellen (Voll- und Teilzeit) von Frauen besetzt, zeigt eine Anfang des Monats veröffentlichte Studie des Musikinformationszentrums (miz) zur Geschlechterverteilung in Berufsorchestern. Dieser Durchschnitt variiert allerdings stark zwischen den einzelnen Instrumentengruppen: Nur um die fünf Prozent der Festanstellungen im Blech […]

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554 Jahre Berliner Reinheitsgebot

Das Berliner Verwaltungsgericht hat entschieden, dass die Kunstfreiheit des Staats- und Domchors Berlin, eines Knabenchors, höher wiegt als das Recht einer Bewerberin auf die gleichberechtigte Teilhabe an Spitzenausbildung und Renommee. Der Chorleiter Kai-Uwe Jirka dürfe nicht in seiner Freiheit eingeschränkt werden, Entscheidungen über neue Mitglieder aufgrund rein künstlerischer Gesichtspunkte zu treffen. Klingt erstmal einleuchtend. Oder? […]