Wenn, wie bei Solokonzerten nun mal üblich, mindestens eine Person mit ihrem Instrument vor dem Orchester steht und besonders viel zu tun hat, kommt es irgendwann zu diesem einen Moment, kurz vor Schluss eines Ecksatzes: Fast immer macht das Orchester »Halt!« auf einem Quartsextakkord, einem Akkord, der – kurz gesagt – gewisse, anerzogene Erwartungshaltungen hervorkitzelt, weil er für uns keine offensichtliche »Schlusswirkung« ausstrahlt. Für die Insider:innen, die es eh wissen: Beim Quartsextakkord liegt die Akkordquinte unten, nicht der Grundton.

Dann wird das Fass aufgemacht: Nach dem für gewöhnlich orchestergemeinschaftlich hingesetzten Quartsextakkord spielt sich das Solo-Instrument in den Vordergrund. Eine Solo-Kadenz wird meist völlig alleine bestritten. Nur selten, wie im ersten Satz von Sergej Rachmaninows drittem Klavierkonzert, tritt zum Solo- beispielsweise ein einzelnes Orchester-Instrument dazu – bei Rachmaninow ist es an besagter Stelle hintenraus eine schön einsame Flöte (hier bei Minute 12:10).


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... ist Konzertveranstalter, Moderator, Komponist und Pianist. Er gestaltet innovative Konzertformate, arbeitet als Musik-Satiriker, schreibt Stücke für Solist:innen und Ensembles und Texte für VAN, die Wiener Philharmoniker, die New York Philharmonics und die Bamberger Symphoniker. 2019 war er als Schauspieler an der Volksbühne zu erleben.