Veröffentlicht in250 Komponistinnen

103/250: Emilie Zumsteeg

Morgen vor genau 225 Jahren – also am 9. Dezember 1796 – wurde Emilie Zumsteeg in Stuttgart geboren. Sie war das jüngste von sieben Kindern der Familie von Luise Andreae und Johann Rudolph Zumsteeg, der als komponierender Cellist Bediensteter am Hof des württembergischen Herzogs war. Johann Rudolph Zumsteeg starb, als Tochter Emilie fünf Jahre alt […]

Veröffentlicht inInterview

»Das Suchen nach der Pistole ist mir sehr authentisch gelungen!«

2002 lernte ich bei einem Workshop am Steinhuder Meer Sebastian Brendel kennen: Anfang 20, leicht chaotisches rotes Haar. Sebastian befand sich kurz vor seinem Studium – und sang einen mehr als respektablen Bariton. Wir machten ganze Nächte durch, indem wir Schumanns Dichterliebe vom Blatt durchnudelten. Denn in den Räumlichkeiten des kirchlichen Trägers stand auch ein Flügel […]

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»Wenn es Januar wird und ich noch keinen Ton Händel gehört habe, werde ich leicht depressiv.«

Nigel Short sitzt in seiner Küche. Er hatte irgendwie ein Video-Interview erwartet und sich ein Hemd angezogen. Ich erreiche ihn zuhause, in der Nähe von Cambridge. Dort singen seine Kinder in berühmten Chören. Mit seinem eigenen Chor, Tenebrae, geht er bald auf Tour, um Europa Händels Messias wieder einmal näher zu bringen. Das Dirigieren gelernt […]

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»Wie stellst du dir vor, dass wir als Orchester aus dieser Spirale rauskommen?«

Der Slogan »Impfen schützt auch die Kultur«, den der alte und neue Berliner Kultursenator Klaus Lederer auf T-Shirts durch den Wahlkampf trug und der diese Woche die Fassaden Dresdner Kulturinstitutionen schmückt, suggeriert klare Verhältnisse: auf der einen Seite die fragile, schützenswerte Kultur, auf der anderen jener Teil der Bevölkerung, der sich Impfungen verweigert und damit […]

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»Wenn ich sage: ›International, sind doch alle da‹ – wen vergesse ich da schlicht und einfach?«

In 129 deutschen Berufsorchestern mit 9.766 Planstellen sind nur 62 Musiker:innen mit Migrationsgeschichten aus der Türkei oder einem Land des Nahen und Mittleren Ostens angestellt. Das zeigt eine Studie, die die Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz vor wenigen Tagen veröffentlicht hat. In der Staatsphilharmonie ist die Quote mit einem solchen Migrationsbezug, trotz internationaler Besetzung aus 20 Ländern, null. […]

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Theater mit Musik

Als Karlheinz Stockhausen fünf Tage nach den Terrorflügen in die Türme des New Yorker World Trade Centers bei einem Pressegespräch mit dem Schock-Ereignis »das größte Kunstwerk, was es je gegeben hat« assoziierte (um über seine verstiegen-abgedrehte Spontaneingebung quasi im gleichen Atemzug selber zu erschrecken), ließen harsche Reaktionen bis hin zu Boykottaufrufen nicht lange auf sich […]

Veröffentlicht inRausch & Räson

Gated Debussy

Mit der Linie Eins bis Étoile, ziemlich voll am Nachmittag. Etwas weniger Smartphones als vor ein paar Jahren in Paris, scheint mir, und ein paar mehr Passagiere, die sogar Bücher lesen. Die Zwei ist dann beinahe leer, nur zwei Stationen bis zur Porte Dauphine, wo der Zug in der Schleife verschwindet und ich ans Licht […]

Veröffentlicht in250 Komponistinnen

102/250: Ruth Gipps

Bexhill-on-Sea liegt ganz im Südosten Englands – und, wie der Name bereits sagt: direkt am Meer. 1902 fand in Bexhill das erste Autorennen Großbritanniens statt. Und in dem 1936 erschienenen Roman The A.B.C. Murders von Agatha Christie geschieht hier der zweite Mord des Buches. Zwischen diesen beiden prominenten Ereignissen wurde in der beschaulichen Stadt in […]

Veröffentlicht inInterview

»Wenn ein Festival ein Motto hat, dann spiele ich nicht.«

Ich treffe den Wiener Pianisten Rudolf Buchbinder in seinem Künstlerzimmer in der Alten Oper in Frankfurt, wo er sein Diabelli Project Programm spielt: in der ersten Hälfte zeitgenössische (Jörg Widmann, Lera Auerbach, Max Richter, Toshio Hosokawa) und ältere, aber weniger bekannte Variationen (Liszt, Czerny, Schubert) des kurzen, etwas banalen Walzers; in der zweiten Hälfte den […]

Veröffentlicht inInterview

»Man kann auch zu künstlerisch adäquaten Ergebnissen kommen, wenn man nicht gleich bei jedem Problem mit der TVK-Fibel in der Luft rumfuchtelt.«

Für Kevin John Edusei läuft die letzte Spielzeit als Chefdirigent der Münchner Symphoniker. In den vergangenen sieben Jahren hat er das Orchester zu einem stilsicheren und experimentierfreudigen Klangkörper entwickelt. Hartmut Welscher sprach mit Edusei per Videotelefonie über schnelllebige Karrieren, die Erweiterung des Repertoires und den Elitismus im Klassikbetrieb.  VAN: Was waren die Gründe für deinen […]

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