Als Karlheinz Stockhausen fünf Tage nach den Terrorflügen in die Türme des New Yorker World Trade Centers bei einem Pressegespräch mit dem Schock-Ereignis »das größte Kunstwerk, was es je gegeben hat« assoziierte (um über seine verstiegen-abgedrehte Spontaneingebung quasi im gleichen Atemzug selber zu erschrecken), ließen harsche Reaktionen bis hin zu Boykottaufrufen nicht lange auf sich warten. György Ligeti etwa bescheinigte dem zeitweiligen Weggefährten, mit dem er Ende der 1950er-Jahre am Studio für elektronische Musik in Köln experimentiert hatte, in entgeistertem Furor »Größenwahnsinn«. Andere gingen zu dem seinerzeit schon längst in esoterisch-kosmische Sphären entrückten Klangforscher aus dem Bergischen Land demonstrativ auf Distanz. Doch einer, dessen künstlerischer Weg bei Stockhausen begonnen hatte, hielt sich damals, vor nunmehr zwei Jahrzehnten, vornehm bedeckt: Péter Eötvös.
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