Posted inNachricht der Woche

Abendstimmung einer Ära

In dieser Rubrik kommentieren wir in jeder Ausgabe eine Nachricht, die uns in der vergangenen Woche beschäftigt, betrübt oder erfreut hat. Dieses Jahr feiert Daniel Barenboim seinen 80. Geburtstag (am 15. November) und sein 30-jähriges Jubiläum als Generalmusikdirektor der Berliner Staatsoper. Die Neuproduktion von Wagners Der Ring des Nibelungen, inszeniert von Dmitri Tcherniakov, sollte der […]

Posted inInterview

»Wir müssen diesen Schmerz respektieren.«

Seit dem Angriff russischer Truppen auf die Ukraine konnte das Odessa Philharmonic Orchestra nicht mehr in voller Besetzung proben. Letzte Woche kam es erstmals wieder zusammen, um ein Programm mit im Westen kaum bekannten Werken ukrainischer Komponisten (Myroslav Skoryks Huzulen-Tryptichon, Alemdar Karamanovs Drittes Klavierkonzert Ave Maria und Mykola Lysenkos Elegie op. 41, Nr. 3) einzustudieren. […]

Posted in250 Komponistinnen

163/250: Alice Mary Smith

Sie war wohl die erste (bekannte) Komponistin »auf der Insel«, die eine Symphonie schrieb: Alice Mary Smith, geboren am 19. Mai 1839 in London. Ihr Vater arbeitete als Spitzenhändler und verfügte so offensichtlich über ausreichende Mittel, um der Tochter kompetenten Musikunterricht zu finanzieren. Einer ihrer Lehrer war der englische Komponist, Dirigent und Pianist William Sterndale […]

Posted inNachricht der Woche

Haus des Geldes

In dieser Rubrik kommentieren wir in jeder Ausgabe eine Nachricht, die uns in der vergangenen Woche beschäftigt, betrübt oder erfreut hat. Die Staatsanwaltschaft Köln hat im vergangenen Jahr in einem Bankschließfach des früheren Hamburger SPD-Bundestagsabgeordneten Johannes Kahrs 214.800 Euro sowie 2.400 US-Dollar Bargeld gefunden. Die Öffnung des Schließfachs wurde erst jetzt bekannt und steht im […]

Posted inInterpretationsvergleich

Bumm!

»Ludwig van Beethoven: Klavierkonzerte Nr. 0–7«. Mit dieser im positiven Sinne provokanten Überschrift veröffentlichte Pianist Michael Korstick im Mai 2022 ein Album, auf dem sich eben nicht nur die bekannten fünf Klavierkonzerte Beethovens wiederfinden, also nicht »lediglich« die Nummern 1 C-Dur op. 15 (1795–1801), 2 B-Dur op. 19 (1788–1801), 3 c-Moll op. 37 (1800–1803), 4 […]

Posted in250 Komponistinnen

158/250: Elisabeth Kuyper

Als erstes von drei Kindern des Ehepaares Elisabeth (geb. Robin) und Joannes Kuyper kam Elisabeth Johanna Laminia Kuyper am 13. September 1877 in Amsterdam zur Welt, genau 13 Tage vor der Geburt des legendären Schweizer Chopin-Interpret Alfred Cortot (1877–1962), auf den viele Pianistinnen und Pianisten sich bis heute berufen. Wie Cortot erlernte Elisabeth früh das […]

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»Der Druck ist einfach omnipräsent.«

Im November 2021 schlängeln sich zwei Trompeten des Sinfonieorchesters Wuppertal durch die chromatischen Linien des Anfangsmotivs des Tuba Mirum, des vierten Satzes aus Antonin Dvořáks Requiem, bis ihr Klang schließlich mit einem beunruhigenden Holzbläserakkord verschwimmt. Es ist diese Art von exponierter Orchesterpassage, bei der man nur merkt, wie schwer sie eigentlich zu spielen ist, wenn jemand […]

Posted inPorträt

»Man darf die Kerze nicht zu früh verbrennen.«

Jorma Panula hat drei wichtige Ratschläge für Dirigent:innen: »Erstens: Studiert die Partitur. Zweitens: Studiert die Partitur. Drittens: Studiert die Partitur!« Dieses Mantra verbreitet der finnische Dirigierlehrguru – der unter anderem Esa-Pekka Salonen und Simon Rattle gecoacht hat – auch bei der Nordic Masterclass for Conductors im Sommer 2013. Neun junge Dirigent:innen sind damals ins dänische […]

Posted inPorträt

Der Revolutionär als Sonntagskind

Wenn es nicht von jemandem wie Karl Kraus stammte, dürfte man es eigentlich gar nicht mehr zitieren in seiner hochschnaubungsvollen Misogynie. Aber es stammt eben von Karl Kraus, dieses boshafte Zitat: Die Musik des Herrn Richard Strauss ist ein Frauenzimmer, das seine natürlichen Mängel durch eine vollständige Beherrschung des Sanskrit ausgleicht. Es ist vielleicht kein […]

Posted inInterview

»Für mich bedeutet ernsthaftes Arbeiten vor allem, dass ich keine Witze mache oder locker bin.«

Der finnische Dirigent Osmo Vänskä verabschiedet sich diesen Monat mit Mahlers Achter und einer »farewell celebration« vom Minnesota Orchestra. Seine Arbeit mit dem Orchester und allen voran die gemeinsamen Einspielungen wurden vielfach gelobt und ausgezeichnet. Selbst eine intensive Onlinerecherche hat nur eine einzige negative Kritik (von David Hurwitz für ClassicsToday) zutage fördern können. Vänskäs Sibelius-Interpretationen […]

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