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Dies ist mein Leib

Es ist der »dumpfe Glockenschlag der zwölften Stunde«, der in Paul Hindemiths Oper Sancta Susanna sexuelle Ekstase und Befreiungsakt der titelgebend Nonne unterbricht. Glockenschläge leiten auch die Messe ein, die Florentina Holzinger im Anschluss an die Oper zusammen mit ihrem Team und weiteren freien Musikerinnen, aber auch mit Chorsängerinnen und Solistin vom Mecklenburgischen Staatstheater sowie […]

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Entspannungsverhältnis

Wie passen Kunst und Care-Arbeit zusammen? Diese Frage stellen sich viele Mütter, die auf oder hinter der Bühne arbeiten. Egal ob Tänzerin, Sängerin, oder Schauspielerin, Regisseurin oder Szenografin  – die strukturellen Rahmenbedingungen machen es schwer, gleichzeitig für Beruf und Familie da zu sein. Der Verein Bühnenmütter e.V. hat deshalb Vorschläge für familienfreundliche Arbeitsbedingungen entwickelt. Einige […]

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Aus dem Ruder

Vor zwei Wochen lud das Staatstheater Wiesbaden zum alljährlichen Theaterfest. Bei Workshops, Konzerten, Kostümversteigerungen und Führungen durch die Werkstätten konnten Theaterfans zum Saisonauftakt den beliebten Blick hinter die Kulissen erhaschen. Wer hingegen tief in die zwischenmenschlichen Abgründe beim Staatstheater blicken möchte, der wird in der Zeitung fündig: Dort wird verlässlich die schmutzige Wäsche gewaschen, die […]

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Nicht für schönes Wetter

»Arbeitszeit ist, was anfällt«, beschreibt Lauren Schubbe von der Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (GDBA) flapsig, wie aktuell an so manchem Theaterhaus mit der Arbeitszeit der Bühnenkünstler:innen verfahren wird. Sowohl die Gewerkschaften der Bühnenangestellten (neben der GDBA die Vereinigung deutscher Opern- und Tanzensembles und der Bundesverband Schauspiel) als auch der Bühnenverein auf Arbeitgeberseite bemühten sich ab Oktober […]

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»Du hast ja jetzt erstmal was anderes vor.«

An der Dutch National Opera bietet sich ein seltenes Bild: Star-Sopranistin Julia Bullock hat es sich in einer Probenpause auf dem Bühnenboden bequem gemacht und stillt ihr neugeborenes Kind. Mit lässig überkreuzten Beinen strahlt sie glücklich in die Kamera. Man sieht ihr an: So macht Arbeit Spaß. Den fotografischen Beleg dieses intimen Moments postet Bullock […]

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Finstere Zeiten, weiches Lächeln

Musik spielte in der Entstehung der Werke Bertolt Brechts eine erhebliche Rolle. Oft schwebten ihm beim Dichten bestimmte Melodien vor. Dies prägte dann auch wiederum die Rezeption – denn die größte Wirkung erzielten Brechts Texte in Verbindung mit Musik. Bertolt Brecht: Das Lied der Seeräuber-Jenny (Urfassung) Carola Neher, Gesang Der junge Bertolt Brecht trat in […]

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Im Ohr und unter den Händen

»Regungslos liegen der Zwerg und sein zweites Ich auf der Orchesterbühne. Ghita eilt bestürzt zum Zwerg und kniet sich neben ihn. Fassungslos rüttelt sie an seinen Schultern und hält seine schlaffe Hand. Die Infantin steht abseits und verschränkt trotzig die Arme.« Audiodeskriptorin Anke Nicolai beschreibt eine der Schlüsselszenen von Zemlinskys Zwerg in einer Inszenierung von […]

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»Viele sagen: Wenn ich komme, dann wird es ernst.«

Jede Konzertgängerin, jeder Theatermensch, Opernfan oder VAN-Leser hat wahrscheinlich schonmal ein Bild von ihr gesehen: Seit 30 Jahren gehört Monika Rittershaus zu den besten und gefragtesten Theaterfotograf:innen Europas. Eine Reihe von Opernhäusern, Regisseur:innen und Dirigenten wie Daniel Barenboim, Simon Rattle, Christof Loy, Barrie Kosky, Romeo Castellucci, Claus Guth oder Mariame Clément arbeiten bevorzugt – oder […]

Veröffentlicht inInterview

»Es trifft viele aus heiterem Himmel.«

Als einen »fest zementierten Schleudersitz« beschrieb ein Mitglied des Ensembles des Karlsruher Theaters die Rahmenbedingungen seiner dortigen Beschäftigung gegenüber VAN. Der sogenannte »Normalvertrag Bühne«, über den Schauspieler:innen, Opernchor- und Tanzgruppenmitglieder, aber zum Beispiel auch Bühnentechniker:innen, Dramaturg:innen, Bühnenbildner:innen und Musikvermittler:innen hierzulande angestellt sind, gilt normalerweise nur für ein Jahr, muss also fortan erneuert werden. (Demgegenüber arbeitet […]

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»Wir müssen uns nicht verstecken.«

»Anerkennung, Theaterkindergärten, keine Samstagsproben, bessere Gagen, angemessene Arbeitzeiten, Teilzeitmöglichkeiten, Endproblematisierung von Schwangerschaften und Kindern«  So formuliert eine Teilnehmerin der Pilotstudie zu »Belastungen, Bedürfnissen und Herausforderungen von Bühnenmüttern« ihre Zukunftsträume für ihr Berufsleben – und zeigt damit gleichzeitig, welche Facetten ihres Berufes aktuell für sie die größten Hürden darstellen. Die am 15. September veröffentlichte Studie hat […]

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