Jede Konzertgängerin, jeder Theatermensch, Opernfan oder VAN-Leser hat wahrscheinlich schonmal ein Bild von ihr gesehen: Seit 30 Jahren gehört Monika Rittershaus zu den besten und gefragtesten Theaterfotograf:innen Europas. Eine Reihe von Opernhäusern, Regisseur:innen und Dirigenten wie Daniel Barenboim, Simon Rattle, Christof Loy, Barrie Kosky, Romeo Castellucci, Claus Guth oder Mariame Clément arbeiten bevorzugt – oder nur – mit ihr zusammen. In Berlin fotografiert sie seit vielen Jahren die Konzerte der Philharmoniker, die sie oft auch auf Tourneen begleitet. Man erkennt ein Rittershaus-Bild sofort, besonders, wenn man selbst in der Produktion war, die sie fotografiert hat – weil es nie das Offensichtliche, Vordergründige, Knallige oder Krasse eines Theatermoments ausstellt, sondern immer den flüchtigen Augenblick festhält, in dem die Essenz einer Inszenierung hervorscheint. »Monika versteht die Zeit und den Raum des Theaters wie kein:e andere:r Theaterfotograf:in, die ich kenne«, schreibt Barrie Kosky im Vorwort zum Bildband ›The Scene and the Unseen‹ (Arnoldsche), der einen Überblick über ihre Opernfotografien aus den letzten fünfzehn Jahren gibt. »Ihre Fotos sind keine bloßen Abbilder eines von jemand anderem geschaffenen Kunstwerks. Sie sind selbst Kunstwerke.«
Ich treffe Rittershaus an einem Dienstagvormittag in einem Café in Berlin-Schöneberg. Sie kommt gerade aus Amsterdam (Turandot) und Zürich (Eliogabalo), am Donnerstag geht es in der Philharmonie weiter, bevor es am Freitag nach Genf (Maria Stuart) geht.
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