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Veröffentlicht inKommentar

Mit dem Prinzip Monostatos brechen

Sobald es um Rassismus, Kolonialismus, Gendersternchen oder ähnliches geht, verliert so manch ein Feuilletonist scheinbar den Verstand – zuletzt eindrucksvoll unter Beweis gestellt von Manuel Brug in der Welt. Vermutlich träumen solche Menschen des Nachts vom islamo-queeren, kulturmarxistischen Cancel-Culture-Mob, der gekommen ist, um Klassik zu verbieten und Salzburg in Kanakistan umzubenennen. Leider geht dabei häufig […]

Veröffentlicht in250 Komponistinnen

76/250: Elizabeth Maconchy

Vier Tage nach Zarah Leander, genauer: am 19. März 1907 erblickte Elizabeth Maconchy im nordöstlich von London gelegenen Ort Broxbourne das Licht der Welt. Den Großteil ihrer Kindheit verbrachte Elizabeth Maconchy mit ihren Eltern jedoch in Dublin, woher die Familie ursprünglich stammte. Angeblich komponierte sie bereits mit sechs Jahren erste eigene Stücke und wurde entsprechend […]

Veröffentlicht inRecherche

Unterreguliert

»Die coronabedingte Schneise der Verwüstung durch die Kulturszene lässt sich zunehmend in Zahlen fassen«, meldete die Stadt Berlin am 13. April 2021 mit Blick auf einen am selben Tag veröffentlichten Bericht der Berliner Senatsverwaltung für Kultur zur Jahresbilanz der landeseigenen Orchester- und Theaterbetriebe. Die »Schneise der Verwüstung« meint dabei den im Bericht festgehaltenen pandemiebedingten Rückgang […]

Veröffentlicht in250 Komponistinnen

73/250: Élisabeth Jacquet de La Guerre

Élisabeth Jacquet wurde 1665 in Paris geboren, ihr Taufdatum ist der 17. März des Jahres. Élisabeths Eltern waren Anne de la Touche und der als Organist und Orgelbauer in Paris tätige Claude Jacquet. Alle vier Kinder im Hause Jacquet wurden zu professionellen Musiker:innen ausgebildet. Die junge Élisabeth erwies sich, wie man liest, am Cembalo als […]

Veröffentlicht inEssay

Er kommt näher.

Über mittelhochdeutsche Zeilen gebeugt hörte ich zum ersten Mal bewusst den Parsifal. Sicherlich, das Bühnenweihfestspiel lief auch vorher schon öfter, vielleicht im Hintergrund, vielleicht in Teilen. Aber mit dem Parzival von Wolfram von Eschenbach vor mir, hörte ich zum ersten Mal genau hin – meinte ich zumindest. Denn bis heute haben sich mir diese Musik […]

Veröffentlicht inInterview

»Meinen Oster-Bach muss ich sicher haben, das brauche ich.«

Tim Meads Stimme ist klar, ruhig und direkt und hat gleichzeitig etwas von einem Chamäleon: Von Händel bis George Benjamins Written on Skin, in der Mead einen schaurig-erotischen und eindrücklichen Boy gibt, ist sie auf subtile und dennoch intensive Weise ausdrucksstark. Als ich Mead erreiche, hat er gerade ein Projekt auf Malta beendet, nachdem er […]

Veröffentlicht inEssay

Die neue Asynchronität

Alle, die komponieren, haben sich schon mal über Deadlines beklagt. Was wäre, fragt man sich, wenn in diesem konkreten Fall etwas mehr Zeit bliebe? Käme man nicht auf etwas komplett Anderes (oder Besseres), würde man die Schreib- und Betriebsroutine und deren Einschränkungen nicht dieses eine Mal außer Kraft setzen? Manchmal werden die Träume wahr: Die […]