Veröffentlicht in250 Komponistinnen

209/250: Mrs Philarmonica

Musik ist voller Geheimnisse, fraglos. Schon manche Abkürzungen, wie sie beispielsweise in (Proben-)Diskussionen unter Musikschaffenden völlig alltäglich sind, dünken Nicht-Musiker:innen manches Mal wie Hieroglyphen. Natürlich kann man für sich die Bedeutung von »cresc.«, »rit.« oder »con sord.« einfach jeweils via Suchmaschine aufklären, doch: Nerd-Talk bleibt Nerd-Talk – und damit eher nicht »niedrigschwellig«. In dem Falle […]

Veröffentlicht inEssay

Gegen jede Vereinnahmung

Als kleiner Junge, so erzählte der immer bescheiden und entspannt auftretende Komponist Friedrich Cerha mal, habe er den Österreichischen Bürgerkrieg im Jahr 1934 hautnah miterlebt. Sein Vater führte ihn später an die entsprechenden Kriegsschauplätze. Das waren Mahnungen, die Cerha nicht vergessen sollte. Damals hatte er längst Geigenunterricht und schon bald komponierte der keine zehn Jahre […]

Veröffentlicht in250 Komponistinnen

208/250: Alice Shields

Alice Shields erblickte am 18. Februar 1943 in New York City das in tiefes Schwarz getauchte »Licht der Welt«. Shields studierte Komposition an der Columbia University in ihrer Geburtsstadt und unterrichtete im Fach Musikpsychologie an der New York University. Außerdem war sie stellvertretende Direktorin des Columbia-Princeton Electronic Music Center und Director of Development am Computer […]

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207/250: Francesca Campana

Francesca Campana erblickte wohl um das Jahr 1615 herum in Rom das Licht der Welt. In diesem Jahr heiratete Ludwig XIII. die Habsburgerin Anna von Österreich (beide waren zu dem Zeitpunkt 14 Jahre alt), das Fort São Jorge da Mina, eine Festung an der Küste Ghanas in portugiesischem Besitz, wurde durch ein Erdbeben schwer beschädigt […]

Veröffentlicht in250 Komponistinnen

206/250: Helen Eugenia Hagan

Fährt oder läuft man an der Ostküste Nordamerikas von Boston in Richtung Norden, so kommt man – früher oder später – auch nach Portsmouth in New Hampshire. In eine Gegend, in der fast alle Ortschaften nach britischen Vorbildern benannt wurden, wie eben Portsmouth, das es auch in der englischen Grafschaft Hampshire gibt. Hier finden wir […]

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205/250: Alba Trissina

Der Musikwissenschaftler Carl Dahlhaus (1928–1989) wurde in seinem umfangreichen Oeuvre nicht müde zu betonen, dass der Begriff des »Genies« erst durch den franko-flämischen Renaissance-Komponisten Josquin Desprez (ca. 1450/1455–1521) in die (Musik-)Geschichtsbücher eindrang. Das wiederum bedeutet nicht, dass alle Genies nach Josquin auch flächendeckend als solche erkannt/benannt wurden. Eine komponierende Frau aus Italien, die (meist als […]

Veröffentlicht in250 Komponistinnen

204/250: Ursula Mamlok

Zu Beginn des Jahres 1923 stand das Leben in Berlin ganz im Zeichen einer Hyperinflation. Dinge des alltäglichen Bedarfs kosteten plötzlich Millionen, bald Milliarden. Die Inflation hatte bereits während des Ersten Weltkriegs begonnen. Doch jetzt, kurz nach Neujahr 1923, explodierten die Preise förmlich. Kaufleute mussten extra Räume anmieten, nur um die schieren Massen von Papiergeld […]

Veröffentlicht in250 Komponistinnen

203/250: Esther Rofe

Erst zwei australische Komponistinnen waren bei uns zu Gast: die in Melbourne geborene Penny Glanville-Hicks (1912–1990) sowie Anne Boyd (*1946) aus Sydney. Heute besucht uns die am 14. März 1904 in Melbourne zur Welt gekommene Esther Rofe. In ihrem Heimatland bezeichnet man sie als die »Grand Dame der australischen Komponistinnenszene«. Rofe erlernte als Kind das […]

Veröffentlicht in250 Komponistinnen

202/250: Alicia Ann Spottiswoode

Im rauen Nordosten Schottlands liegt die Grafschaft Berwickshire. Die Wiesen und Äcker sind fruchtbar, steile Abhänge gehen direkt zum Meer hinab. In diesem nordischen Idyll wurde am 24. Juni 1810 Alicia Ann Spottiswoode geboren. Alicia Ann war die älteste Tochter von Helen Wauchope of Niddrie-Mains und John Spottiswoode of Berwickshire. Über ihre musikalische Ausbildung erfährt […]

Veröffentlicht inInterview

»Es gibt wohl kaum eine Komposition aus dieser Zeit, die so viele Melodien enthält!«

»Der Künstler tut nichts, was andere für schön halten, sondern nur, was ihm notwendig ist.« Der Urheber dieses Zitats ist der auch mit erstaunlich vielen anderen Bonmots im Sprachgebrauch von Musikerinnen und Musikern vertretene Arnold Schönberg, zum Beispiel dem – ungleich bekannteren – »Kunst kommt nicht von können, sondern vom Müssen«. Gerne unterstellt man ihm, Schönberg, dieses »Drängen«, […]

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