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Orientalismus 2.0

Ich habe Daniel Barenboim zwei Mal getroffen: zunächst bei seinem ersten Peking-Besuch 2008; nach einer Pressekonferenz haben wir uns kurz unterhalten. Ich war damals von seinen und Edward Saids Friedensbemühungen im Mittleren Osten sehr beeindruckt und hatte die chinesische Übersetzung ihrer Dialoge Parallelen und Paradoxien: über Musik und Gesellschaft gelesen. Auch seinen unorthodoxen Umgang mit […]

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Hochkultur im Kindskopf

Die Rubrik Dossier in der ZEIT ist ein Ort der genauen Beobachtung, der gründlichen Recherche, des Perspektivwechsels. Ein Refugium für einen Journalismus, der mehr Platz einfordert und diesen auch bekommt. Großartige Porträts sind hier entstanden, Texte, die in der Lage sind, Wahrnehmungen von Menschen zu verändern. Zum Beispiel Stefan Willekes Porträt Der letzte Saurier über […]

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Probespiele sind das falsche Spiel

In einem großen Orchester finden zahlreiche Probespiele statt. Auch wenn ich als Hornist nicht alle besuchen muss – die für Tutti-Streicherstellen sind beispielsweise für uns Bläser nicht verpflichtend – waren es im Laufe meines bisherigen Musikerlebens trotzdem eine ganze Menge. Je länger ich im Orchester bin, desto weniger kann ich Probespiele leiden. Es fällt mir […]

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Im Sinne der Kunst

Ein Moderator, zwei Musikexpert/innen, drei Runden und fünf Aufnahmen eines Werkes – das sind die Zutaten für die Sendung »Diskothek« im Schweizer Radiosender SRF 2 Kultur. Die beiden Experten hören und diskutieren die Aufnahmen ohne zu wissen, wer die Interpret/innen sind. Nach jeder Runde scheiden Einspielungen aus, bis am Ende ein oder zwei Favoriten übrig […]

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Wechsel der Tonart

Vor Weihnachten erschien in der Dresdner Morgenpost ein Interview mit Christian Thielemann, in dem er zu Pegida befragt wird. Der Chefdirigent der Staatskapelle Dresden erklärt da, dass er sich auf keinen Fall in die Nähe der Demonstrationen begebe, aber nicht wegen abschreckender politischer Inhalte, sondern weil er sich bei großen Menschenaufläufen grundsätzlich unwohl fühle. Im […]

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Beschönigen, lächeln und verschweigen

(Hoffentlich spiele ich das Stück gleich besser als beim vorigen Mal. Im Publikum sitzt der Kritiker, der mich letztes Jahr als überbewerteten Kommerzheini bezeichnet hat, außerdem ist Radioübertragung, und wenn ich Fehler mache, kriegt das die halbe Welt mit, wäre nicht das erste Mal.) »Mir ist es eigentlich egal, ob ich in meinem Wohnzimmer oder […]

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