Ein Moderator, zwei Musikexpert/innen, drei Runden und fünf Aufnahmen eines Werkes – das sind die Zutaten für die Sendung »Diskothek« im Schweizer Radiosender SRF 2 Kultur. Die beiden Experten hören und diskutieren die Aufnahmen ohne zu wissen, wer die Interpret/innen sind. Nach jeder Runde scheiden Einspielungen aus, bis am Ende ein oder zwei Favoriten übrig bleiben. Oftmals gelangen Orchester und Dirigenten in die letzte Runde, die sich jenseits der eingelaufenen Trampelpfade des Klassikbetriebs bewegen: John Eliot Gardiner und das Orchestre Révolutionnaire et Romantique kamen mit ihren Einspielungen der Brahms-Sinfonien No.1 und No.3 aufs Siegertreppchen, während die Aufnahmen der Berliner Philharmoniker unter Simon Rattle und dem Gewandhausorchester Leipzig unter Riccardo Chailly früh aussortiert wurden. In der Sendung zu Schumanns 2. Sinfonie machte das Chamber Orchestra of Europe unter Nikolaus Harnoncourt das Rennen. In der Ausgabe zu Berlioz’ Les Nuits d’été blieb Philippe Herreweghe mit dem Orchestre des Champs-Elysées am Ende übrig. Auch mit Mahlers Wunderhorn-Liedern schaffte Herreweghe es in die letzte Runde, wo es allerdings zum Patt mit Claudio Abbados Interpretation kam.
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