Vor Weihnachten erschien in der Dresdner Morgenpost ein Interview mit Christian Thielemann, in dem er zu Pegida befragt wird. Der Chefdirigent der Staatskapelle Dresden erklärt da, dass er sich auf keinen Fall in die Nähe der Demonstrationen begebe, aber nicht wegen abschreckender politischer Inhalte, sondern weil er sich bei großen Menschenaufläufen grundsätzlich unwohl fühle. Im Übrigen warne er davor, die Demonstranten allzu schnell abzuurteilen.
In der aktuellen Zeit darf Thielemann nun in einem »Ohren auf!«-betitelten Plädoyer nachlegen: »Wir müssen auf die Fragen hören, mit denen uns das Phänomen Pegida konfrontiert«, lesen wir dort. Was insbesondere schon deshalb komisch ist, weil man musikalisch gesehen beim Dauer-Pinsler Thielemann bisher nie das Gefühl hatte, dass es besonders ums »Zuhören« ginge.

