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Fettlöser

Es gibt Aufnahmen, die man nach einem Hören nie mehr vergisst. Drei Favoriten aus den 1930ern hat Volker Hagedorn jetzt wieder erkundet – und festgestellt, dass die Dirigenten Walter, Toscanini und Mengelberg noch immer jeden lebenden Kollegen herausfordern. Und die Hörer*innen sowieso. Gefährlicher ist der Wald nie gewesen, gehetzter kein Flüchtender. Wer das hört, kann […]

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Mazurka am Stadtrand

Es hat Vorteile, nicht richtig Klavier spielen zu können. Wie es ist, als Amateur mit einer Mazurka von Chopin zu leben, wie sie mit ihrem Geheimnis zum Teil der Umgebung wird – Volker Hagedorn ist mit mühsam ertasteten 20 Takten aus den 1830ern glücklicher als mit einer bequemen Youtube-Session. Das Stück begleitet mich seit Wochen, […]

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Tortellini für Cellini

Zuerst ging es nur um einen Happen nach dem Konzert und die Wüste mitten in Berlin. Dann geriet Volker Hagedorn ins Grübeln über kryptoprotestantische Vorbehalte gegenüber der Nähe von Kunst und Labung. Wie sedativ ist Pausenwein, wie affirmativ das Schnitzel danach? Sehr deutsche Fragen, auf die Gioacchino Rossini eine bessere Antwort gibt als Gottfried Benn. […]

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I don’t believe in yesterday.

Noch immer wird Musikgeschichte geschrieben und wahrgenommen, als hätte nichts anders kommen können. Nicht J. S. Bach und die Beatles sind Fiktionen, aber unsere Gewissheiten über sie. Volker Hagedorn plädiert für offeneres Hören – und mogelt einen Outsider an der Jury der Platzverteiler vorbei. Im Film Yesterday hat ein rätselhafter Zwischenfall fast alle Spuren der […]

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Entgiftungs-Tarantelle

Vor 200 Jahren kam in Köln Jacques Offenbach zur Welt – heute ist er noch längst nicht fertig entdeckt. Verblüfft lauscht Volker Hagedorn der frühen Cellomusik und liest ein spätes Reisebuch, um festzustellen: Der Virtuose Offenbach und der politische Beobachter – beide sind höchst aktuell. »Wie von der Tarantel gestochen« lautet die Redewendung, die mit […]

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»Baby’s got blue eyes…«

Was hat Elton John mit dem deutschen Kunstlied zu tun? Die Frage stellte sich Volker Hagedorn nicht, als er im Auto eine alte CD einwarf. Jetzt findet er, dass zwischen der Rezeption von Pop und Klassik eine groteske Lücke klafft – und entdeckt die Magie eines Subdominantseptnonenakkords. Als im fernen Sommer 1993 Elton John eines […]

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Fußnoten und Proteststürme.

Darf Don Giovanni in metoo-Zeiten faszinierend sein? Soll man es stehen lassen, wenn der Lutheraner Bach »Papst und Türken« als Gefährder vertont? Darf ein moderner Opernkomponist auch Terroristen singen lassen? Volker Hagedorn plädiert für ein komplexes Ja und die Mündigkeit des Publikums. Neulich spielte ich als Bratscher mit in Johann Sebastian Bachs Kantate Gleich wie […]

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Zahlen? Nein, danke!

Je mehr sich Kultur legitimieren muss, desto mehr wird gezählt. Besonders in der Klassik grassiert die Statistik. Wie viel Mozart, wie viel Avantgarde, wie viele Komponistinnen? Volker Hagedorn findet die Messwerte unmusikalisch. Die Zauberflöte musste Platz eins räumen, Don Giovanni ist von sieben auf acht gerutscht. Auf der Plattform backtrack.com, die Angaben zu knapp 34.000 […]

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Früher kam kein Weihnachtsmann.

Eines der abgesungensten Weihnachtslieder der Welt ist das doppelbödigste von allen. Volker Hagedorn folgt seiner Spur aus dem feudalen Frankreich über Mozart und den Dichter Fallersleben bis in die Kreismusikschule, enthüllt die weiblichen Anteile des Rauschebarts und plant das 12.000 Arrangement. Ich höre es dauernd und werde es nicht leid. Nicht mal in der grausigen […]

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Wie geht’s der Aura?

Eigentlich kommunizieren Musiker heute so viel wie nie zuvor. Warum ist es dann so besonders, einen Pianisten wie Alfred Cortot reden zu hören und zu sehen, während er spielt? Volker Hagedorn hat über die »Aura« nachgedacht und festgestellt, dass es um etwas anderes geht, oft beschworen, selten vorhanden: Authentizität. Ach ja, die Aura. Hätte Walter […]