In der Stille hört man auch ferne Töne. Volker Hagedorn lauscht dem gallischen Barden Troubadix und kommt zu einer Neueinschätzung: Der Mann ist Avantgarde, und seine rituelle Fesselung durch die Dörfler spiegelt auch das gespannte Verhältnis zwischen der »Klassik« und vielen, denen sie wurscht ist…

Wer sich jeden Abend mit zwei Jungs ins Universum von Asterix begibt – als Betthupferl vorgelesen –, kommt nicht umhin, die eigene Urvertrautheit mit diesen Comics einer Revision zu unterziehen. Vieles erscheint jetzt fragwürdig bis zeitbedingt oder beides. In Asterix der Gallier von 1961 kommen Frauen überhaupt nicht vor, erstmals am Bankett teilnehmen dürfen sie in Das Geschenk Cäsars (1976), aber die Macht, die sie in diesem Band entfalten, wird letztlich als Zickenkrieg diskreditiert. Und dann die Gewaltbereitschaft! Schier unzählbar sind die Römer, die ohne Not brutal verdroschen werden.


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…lebt als Buchautor, Journalist und Musiker in Norddeutschland. Er studierte Viola in Hannover, war Feuilletonredakteur in Hannover und Leipzig und ist seit 1996 selbstständig als Autor u.a. für ZEIT und Deutschlandfunk. Im Rowohlt Verlag erschienen von ihm »Bachs Welt« (2016), »Der Klang von Paris« (2019) und »Flammen. Eine europäische Musikerzählung 1900–1918« (2022). Ein viertes Buch ist in Arbeit.