Eine Geschichte über die Instrumentalisierung toter Komponisten durch heutige Betonköpfe.
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Mit Stockhausen nicht im Tresor
Den Loop muss man nicht erklären. Dafür fordert er die entwicklungsorientierte westliche Kunstvorstellung heraus.
Kit Armstrong
Text · Fotos JANN WILKEN · Datum 30.9.2015 Die aufgekratzte Freude des Neubeginns beim Ensemble Resonanz im Resonanzraum ist nun vom Vertrauten und Familiären aufgefüllt, alle offizielle Feierlichkeit ist dem befreiten Abhängen gewichen. Wenn Gastmusiker/innen zu »urban string« eingeladen werden, erinnert das Format jetzt ein wenig an die Sendung »Zimmer frei!« im WDR, in der […]
VAN Videoshow – Pt. IV
VAN Videoshow: Pfade durch das Kammerflimmern – die vierte Folge.
Samy Moussa
Der junge kanadischstämmige Komponist hat eine Schwäche für Schönheit und Unterhaltung. Da liegen Freude und Ärger in der Szene dicht beieinander.
Komponieren für den Film
Vor 80 Jahren wurde Alfred Schnittke in Engels im heutigen Russland geboren. Er war einer der MEISTGESPIELTEN UND BEIM PUBLIKUM BELIEBTESTEN Komponisten seiner Zeit. Über sein weithin bekanntes Markenzeichen, den Polystilismus (»Wir sind fähig, in unterschiedlichen Zeiten zu leben«), hat er ein erratisches Werk hinterlassen, in dessen Vielfalt man sich verlieren kann. Als sich Schnittke 1984 von der Arbeit für den Film lossagte, hatte er bereits über 60 Filmmusiken komponiert. Für zwei Filme kehrte er Anfang der 1990er Jahre wieder zur Leinwand zurück. Neben seinem Sohn war auch der Dirigent Frank Strobel beteiligt. Er erinnert sich und stellt Momente aus Schnittkes Filmkomposition vor.
»Es muss da sein, es muss groß sein«
650.000 Einwohner hat die Hauptstadt Niederschlesiens. Diejenigen unter ihnen, die Lust auf Klassik hatten, konnten bislang wählen zwischen schönen, aber kleinen Barocksälen, einem schmucklosen und zu kleinen Konzertsaal des Sinfonieorchesters und einem Unesco-Welterbe: der gigantischen Betonpracht der Jahrhunderthalle von 1913. Nun bietet das NFM der Jazz-, Chor- und Klassikszene vier ganz verschiedene Spielorte von 150 bis 1.800 Plätzen. VAN war beim Eröffnungswochenende.
»Das Probespiel konterkariert als Methode der Personalauswahl den Charakter eines Orchesters als sensibles soziales System.«
Schon öfter waren Probespiele Thema in VAN: Im Tagebuch von Elena Cheah zu einem Probespiel beim Concertgebouworkest Amsterdam, im Interview mit dem Arzt, Psychotherapeuten, Trainer und Coach Michael Bohne, letzte Woche im Kommentar von Uli Haider, Hornist bei den Münchner Philharmonikern. Die verschiedenen Perspektiven vereinigten sich dabei in der Kritik an einer Praxis, die vielen als Ritual antiquiert und erbarmungslos erscheint, und als Methode der Personalauswahl weitestgehend ungeeignet. Dass das Probespiel trotzdem eine solch erstaunliche Beharrungstendenz an den Tag legt, lässt vermuten, dass es dabei um mehr gehen könnte, als einfach nur um die Reform eines Prozederes. Vielleicht erhellt ein Blick von außen den Grund. Wir haben mit Yukiko Elisabeth Kobayashi gesprochen, die 15 Jahre lang in großen Unternehmen Personalbereiche geleitet hat.
Stars in die Manege, Esprit in Gefahr
Sabine Weber beobachtete für VAN die zunehmende Diskrepanz zwischen Geltungsbedürfnis und dem Blick auf die zeitgenössische rumänische Musikkultur.
Die VAN-Playlist zum Hören
Am Sonntag ist der Cellist Nicolas Altstaedt beim Musikfest Berlin zu Gast, wo er mit Ilya Gringolts (Violine) und James Boyd (Viola) Musik von Rihm und Schönberg spielt. Vorab hat er uns aber noch eine Playlist zusammengestellt, die nicht nur von der Musik, sondern auch der Aura des Bildes lebt.
