Nach dem rumänischen Komponisten George Enescu sind Straßen, Orchester und ein Festival benannt. Seit 1958 gibt es das George Enescu Festival in Bukarest. Und es hat den Anschein, dass es Rumänien mit immer größeren klassischen Events versorgen will. Im Fokus stehen da natürlich die großen Orchester. Die Wiener Philharmoniker, das Concertgebouworkest Amsterdam, London Symphony Orchestra, San Francisco Symphony. Der erste Auftritt der Berliner Philharmoniker auf diesem Festival ist in den Medien als »yes, we can!« gefeiert worden. 15 Jahre habe man darauf hin verhandelt. Christian Thielemanns Debüt mit der Dresdner Staatskapelle am Tag darauf wird von der Festivalleitung als »große Ehre« empfunden. Die internationalen Orchester sollen – ein Anliegen des Festivals – Enescus Werk zu neuen Interpretationen verhelfen. Schließlich ist George Enescu, wenn auch 1955 im Exil gestorben, Rumäniens Nationalheiliger. Wie der große deutsche Dirigent Enescu interpretieren würde, darauf war ganz Bukarest gespannt! Aber gibt es auch rumänische Orchester und Interpreten zu erleben? Ja, unter der Rubrik »Zeitgenössische rumänische Musik« am Rande des Festivals. Und da hat es ordentlich rumort.
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