Veröffentlicht inHundert 11

Geschlafen – aufgewacht!

Ist die Herausbildung von neuen Klassikern eine Lebensbedingung für Klassik überhaupt? Was die Oper angeht, kann einen bedenklich stimmen, wie selten eines der neuen Werke, die ja geflissentlich in Auftrag gegeben werden, nach der Uraufführung anderswo wieder gespielt wird. Oder gar von leidenschaftlichen Operngängern, auf die es doch unbedingt ankäme, wieder und wieder gehört werden […]

Veröffentlicht inHundert 11

Seelenartikulation, die Seelen zerreißt

Es gibt solche Pianisten, die man immer wieder hören will, und solche, die man immer öfter hören sollte. Für die erste Kategorie hat man in der Hauptstadt vor allem die Klavierabende der Stiftung Berliner Philharmoniker oder auch der alteingesessenen Konzertdirektion Adler. Für die zweite Kategorie existiert seit 2012 das privat organisierte Berliner Klavierfestival, ein zuverlässiges […]

Veröffentlicht inHundert 11

Demolieren und Blühen

Ein Konzert, in dem Musik von György Kurtág und Maurice Ravel vorkommt und dazu noch Tschaikowskys Blumenwalzer, kann man gar nicht nicht mögen. Zumal, wenn alles in loser Motivik mehrfachverknüpft ist: einerseits Musik über Blumen und Blüten, andererseits jede Menge Walzer. Und wenn der Pianist ein so sorgsamer, zugleich freiköpfiger Typ wie Kirill Gerstein ist. […]

Veröffentlicht inHundert 11

Entspielend

Einer der zu wenig beachteten Gründe, warum Gegenwartsoper kaum je so reinknallt wie die Ewigen Repertoire-Rosse (oder heißt es Rösser?), ist das Fehlen von Pausen. Die meisten Gegenwartskomponierenden spulen stringentes äußeres oder inneres Drama, straffe 100 Minuten am Stück, wie ein konziser Kinofilm. Künstlerisch oft verständlich, aber das Opernerlebnis nimmt sich damit auch aus der […]

Veröffentlicht inHundert 11

Novembersonnig

November ist Brahmszeit. Natürlich existiert auch ein Brahms für jeden anderen Monat. Aber Wahrhaftigeres zum Totensonntag als Ein deutsches Requiem gibt es kaum; und die späten Klarinettensachen sind doch das Novembrigste, das sich denken lässt. Selbst wenn die Klarinette mal gar nicht vorkommt, wie in den Alternativfassungen der Sonaten Opus 120, die Brahms persönlich auch […]

Veröffentlicht inInterview

»Er ringt um jeden Ton, das hat auch einen ethischen Aspekt: Er will für diese Töne geradestehen.«

Was macht György Kurtágs Musik zu einer singulären Erscheinung des 20. Jahrhunderts? Und was für ein Mensch und welche Lebensgeschichte stecken dahinter? Ein Gespräch mit dem Bildhauer und Bühnenbildner Alexander Polzin, einem langjährigen Freund Kurtágs, und dem Dirigenten Titus Engel in den kargen Katakomben der Komischen Oper Berlin. VAN: Alexander, du hast mir einmal erzählt, […]

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