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Ansteckende Heimatgefühle

Allseitiges Heimkehr-Empfinden, wenn Sir Simon Rattle die Berliner Philharmonie besucht. Vor allem, wenn er eines »seiner« Werke mitbringt, wie John Adams’ Harmonielehre. Dieses Mitte der 1980er entstandene Eklekto-Amalgam aus sogenanntem Minimalismus, sogenannter Spätromantik und sogenanntem Impressionismus (diese Etiketten sind ja ein Quark) ist ein Konzertsaal-Ereignis ersten Ranges – wenn es dem Publikum in Deutschland denn […]

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Jubilarswahlverwandtschaften

Ein Festivalprogramm, das halb sorgsam kuratiert, halb aus zufälligem Tourneerepertoire zusammengewürfelt ist, lädt zu allerlei eigenen Verknüpfungen ein. Runde Geburts- und Todestage stehen ja heutzutage in (zu) hohem Grad im Mittelpunkt der Klassikprogrammgestaltung. So sind auch beim diesjährigen Musikfest neben dem Leitthema Amériques drei 2024er Jubilare präsent: ein wenig der extrem unamerikanische Anton Bruckner (200. […]

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Stream of Gerümpelness

Ob es irgendwann eine große Oper über handelnde Gestalten unserer Zeitgeschichte geben wird? Donald Trump und Wladimir Putin vielleicht? Aufhänger gäbe es. In musikalischer Hinsicht spezifische Sprachmuster. In dramatischer Hinsicht beim einen die skurrile Medienfixierung, beim anderen die wahnhafte Geschichtsphilosophie. Beides erinnert durchaus an zwei der sechs Hauptprotagonisten von John Adams’ Oper Nixon in China […]

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Überkreuzend

Konzerte mit dem Dirigenten Iván Fischer lohnen immer, selbst wenn eine seiner originellen Programm-Ideen mal eher so semi zündet. Denn Fischers Neugier, Fischers Freude und Fischers dirigentische Kompetenz auf unterschiedlichsten Gebieten von dogmafreiem Barock bis zu unverkopfter Gegenwartsmusik tragen jeden Abend. Was jetzt im Berliner Konzerthaus eine Bach-Kantate mit Musik von Philip Glass verbinden soll, […]

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