Veröffentlicht inPorträt

Das Chamäleon

Die Traumfabrik Hollywood ist häufig vor allem: eine Fabrik. Massenhaft Arbeit, viel Fließbandproduktion, häufig erwartbar. Interessant sind die Ausreißer und Höhenflieger, die vermeintlichen Fehlpressungen und schillernden Abweichungen, die diesem Betrieb ihr künstlerisches Leben einhauchen. Was das weite Feld der Filmmusik betrifft, ist das nicht anders. Auch in diesem Betriebszweig verteilen sich in Hollywood einige Platzhirsche […]

Veröffentlicht inEssay

Lange Schatten

Die Fortschrittsdoktrin der musikalischen Avantgarde ließ in der Nachkriegszeit ein ganzes Repertoire in den Schatten geraten und nötigte jeden Komponisten, sich zu ihr zu verhalten – und zu ihren einflussreichsten Exponenten Adorno, Stockhausen und Boulez. Seit etwa 30 Jahren ist das Geschichte, doch immer noch so nah, dass es am Überblick fehlt. Wie entstanden die […]

Veröffentlicht in250 Komponistinnen

236/250: Shirley Walker

Am 10. April 1945 wurde im kalifornischen Napa Shirley Rogers geboren. Ihre Mutter – sie hatte fünf Kinder zur Welt gebracht – arbeitete als Klavierlehrerin und wird auch ihre Shirley entsprechend musikalisch ausgebildet haben. Die junge Rogers trat schon während des Besuchs der Pleasant Hill High School, für die sie ein Musical nach Molieres Der […]

Veröffentlicht in250 Komponistinnen

237/250: Claudia Sessa

Claudia Sessa, wohl um 1570 in Mailand oder Umgebung geboren, ist die letzte musikalische Nonne unserer Serie – nach den großartigen Künstlerinnen Chiara Margarita Cozzolani (1602–1676/78), Isabella Leonarda (1620–1704), Lucrezia Orsina Vizzana (1590–1662), Vittoria Raffaella Aleotti (1575– nach 1646), Caterina Assandra (um 1590– nach 1618), Rosa Giacinta Badalla (1660–1710) und Alba Trissina (ca. 1590). Der […]

Veröffentlicht in250 Komponistinnen

235/250: Maddalena Laura Sirmen

Maddalena Laura Lombardini kam am 9. Dezember 1745 in Venedig zur Welt. 365 Tage voller musikalischer Höhepunkte, wenn man so will: In England wurde am 28. September des Jahres das Nationalhymnen-Arrangement God Save the King von Thomas Arne »uraufgeführt« (über den »wahren« Urheber der Melodie gibt es bis heute einen Streit). In London standen zwei […]

Veröffentlicht in250 Komponistinnen

234/250: Ludmila Ulehla

Die Unterschiede zwischen musiktheoretischer und kompositorischer Tätigkeit können marginal sein. Alle, die Musiktheorie studiert haben, müssen schon vor Beginn eines Studiums – auch, um beispielsweise die Aufnahmeprüfung einer Musikhochschule zu schaffen – mindestens partiell in der Lage sein, »im Stile von …« zu komponieren. Und wohl kein komponierender Mensch konnte sich je davor drücken, auch […]

Veröffentlicht in250 Komponistinnen

233/250: Cecilia Pereyra

Cecilia Pereyra kam 1977 in Buenos Aires zur Welt. In ihrer Geburtsstadt studierte sie Gitarre und Komposition am Instituto Universitario Nacional del Arte (I.U.N.A.) und schloss dieses Studium 2010 ab. Im selben Jahr erhielt sie ein Stipendium, mit dem sie ihre Studien bei den mexikanischen Avantgarde-Komponisten Gerardo Gandini (1936–2013) und Marcelo Delgado (*1955) fortführen konnte. […]

Veröffentlicht inKritik

Sprengung der Kammer

Mit neunzehn Uraufführungen gingen die diesjährigen Wittener Tage für Neue Kammermusik zu Ende. Es war die letzte Ausgabe von Harry Vogt, der das Festival dreiunddreißig Jahre kuratierte und als Szenetreffpunkt und Fachmesse im Frühjahr neben den Donaueschinger Musiktagen im Herbst etablierte. Seit Oktober letzten Jahres hat Vogt mit Patrick Hahn einen Nachfolger als Redakteur für […]

Veröffentlicht inInterview

»Ich sage nicht Entweder-Oder, sondern Und«

Der Auftritt beginnt mit einem Aufschrei. Oder ist es ein Knall gefolgt vom Heulen des Windes? In der nächsten halben Stunde faucht, pfeift, keift, meckert, schreit, kräht, flirrt, klappert, säuselt, brummt, summt, singt und zwitschert es in den unterschiedlichsten Facetten auf der Bühne. Alle diese Klänge entlockt Dora Donata Sammer ihrem Instrumentarium, das von einer […]

Veröffentlicht inInterview

Den Boden fruchtbar werden lassen

Am 22. April dirigierte Kent Nagano »sein« Philharmonisches Staatsorchester Hamburg in der Carnegie Hall mit Beethoven, Brahms und einem neuen Werk des Komponisten Sean Shepherd, On a Clear Day (mit dem Cellisten Jan Vogler und internationalem Jugendchor zu einem Text von Schriftstellerin Ulla Hahn). Ich erreiche ihn über Zoom, trotz Verbindungsproblemen erklärt er gelassen, warum […]

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