Die Unterschiede zwischen musiktheoretischer und kompositorischer Tätigkeit können marginal sein. Alle, die Musiktheorie studiert haben, müssen schon vor Beginn eines Studiums – auch, um beispielsweise die Aufnahmeprüfung einer Musikhochschule zu schaffen – mindestens partiell in der Lage sein, »im Stile von …« zu komponieren. Und wohl kein komponierender Mensch konnte sich je davor drücken, auch mal (s)ein Werk zu analysieren. An deutschsprachigen Hochschulen entdeckt man so manches Mal das Phänomen, dass Professor:innen für Musiktheorie (wenn ihre Stelle nicht ohnehin Musiktheorie und Komposition umfasst), sobald ihnen die Gnade einer festen Musikhochschule-Stelle zuteil wird, das Komponieren mindestens gewaltig zurückfahren. Denn Musiktheorie-Unterricht ist gewissermaßen für alle an einer Musikhochschule Pflicht – und dementsprechend sind die vergleichsweise »zahlreich« vertretenen Musiktheorie-Lehrenden fast immer gut ausgelastet.
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