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Immer ein Lächeln

Manchmal ist Krzysztof Meyers Musik wie sein Garten. Verwunschen und verschlungen, weder begradigt noch eingezäunt, vielmehr von einer lebendigen, natürlichen Freiheit. Hohe Bäume und dichtes Grün umgeben das Haus in Altenkirchen im Westerwald, fast könnte man meinen, dass man wie in der Zauberflöte ein paar Prüfungen ablegen müsste, um bis zur Haustür durchzukommen. Doch Krzysztof […]

Veröffentlicht inInterview

Die Post-Maidan-Welle weitertragen

Seit dem Euromaidan florierte die zeitgenössische Musik in Kyiv und anderen ukrainischen Städten, bis zum Beginn des russischen Angriffs im Februar 2022, berichtet der Komponist und Pianist Albert Saprykin, der 2015 mit drei befreundeten Musikern die Konzert- und Bildungsplattform Kyiv Contemporary Music Days (KCMD) ins Leben rief. In Berlin, wo Saprykin seit einigen Monaten lebt, […]

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Business as usual

Als die Wiener Philharmoniker im Oktober letzten Jahres für zwei Konzerte nach Hongkong fuhren, sollte zuhause niemand davon etwas erfahren: Das Gastspiel tauchte weder auf der Website noch den Social-Media-Kanälen des Orchesters auf. Man wolle es angesichts der politischen Situation »nicht an die große Glocke hängen«, teilte damals die Pressesprecherin mit. Anders nun bei den […]

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Versemmelt

In der 89. Minute täuscht Serge Gnabry auf links ein Dribbling an, bricht dann ab und spielt an die Strafraumkante zu Jamal Musiala. Der 20-Jährige steht seitlich zum Tor, nimmt den Ball mit Links an, streichelt ihn in einer filigranen Drehung auf seinen rechten Fuß und lässt seinen Gegenspieler ins Leere laufen. Er legt sich […]

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»Jeder hat irgendwo ein Herz.«

Nur die Zeit – vielleicht auch die unruhigen Zeiten – können den Wert seiner Musik beweisen, prophezeite Miloslav Kabeláč  vor seinem Tod. Die Werke des vergessenen Komponisten (1908–1979) – dem bedeutendsten tschechischen Sinfoniker in der Generation nach Bohuslav Martinů – zeigen heute nicht nur großartige musikalische Qualitäten. Sie vermitteln auch Werte wie Humanismus, Aufrichtigkeit, Toleranz […]

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»Die breite Mehrheit des Orchesters ist politisch dagegen, mit Anna Netrebko zu spielen«

Wer Anna Netrebko auf Instagram folgt, bekam in den letzten Wochen frei Haus eine Stadtführung durch Wiesbaden. Mal sah man die Sopranistin beim Schlendern durch die Altstadt (»Wiesbaden ist eine sehr schöne Stadt mit schöner Atmosphäre«), mal vor dem Casino (»Wunderschöner Ball hier gestern mit vielen schönen Gästen!«), vor der Russisch-Orthodoxen Kirche (»Wunderschöne Russisch-Orthodoxe Kirche […]

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»Wir brauchen die anderen Orchester, damit es überhaupt einen Nährboden gibt«

Das Koninklijk Concertgebouworkest Amsterdam [wie wird das eigentlich korrekt ausgesprochen?] ist eines der ältesten und besten Sinfonieorchester der Welt. Wer aber glaubt, in einem reichen Land wie den Niederlanden werde so ein Kulturleuchtturm mit internationaler Strahlkraft finanziell bestimmt weich gebettet, liegt falsch: Im Vergleich zu deutschen Konzertorchestern sind die staatlichen Zuschüsse geringer, umso mehr ist […]

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Sägen am eigenen Ast

Der ORF, der öffentlich-rechtliche Rundfunk des Kultur- und Musiklandes Österreichs, hat einen gesetzlich formulierten Bildungsauftrag. Dafür wird auch eine Rundfunkgebühr eingehoben – die vielleicht bald durch eine Haushaltsabgabe abgelöst werden wird. Für seichte Serien, mit denen uns schon das Privatfernsehen flutet, oder tanzende C-Promis brauchen wir keinen ORF. Zentral für diesen gesetzlich festgeschriebenen Bildungsauftrag ist […]

Veröffentlicht inRecherche

Im Ohr und unter den Händen

»Regungslos liegen der Zwerg und sein zweites Ich auf der Orchesterbühne. Ghita eilt bestürzt zum Zwerg und kniet sich neben ihn. Fassungslos rüttelt sie an seinen Schultern und hält seine schlaffe Hand. Die Infantin steht abseits und verschränkt trotzig die Arme.« Audiodeskriptorin Anke Nicolai beschreibt eine der Schlüsselszenen von Zemlinskys Zwerg in einer Inszenierung von […]

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Niemals geht man so ganz

Jede Ära endet irgendwann. Außer, so schien es, Daniel Barenboims Regentschaft an der Berliner Staatsoper. Sein Vermächtnis für die Musikstadt Berlin ist gerade deshalb so monumental, weil es über das Musikalische weit hinausgeht. Statt sein Erbe bloß zu verwalten, braucht es nun einen echten Neuanfang.  Als Daniel Barenboim am 30. Dezember 1991 seinen Vertrag als […]

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