Der ORF, der öffentlich-rechtliche Rundfunk des Kultur- und Musiklandes Österreichs, hat einen gesetzlich formulierten Bildungsauftrag. Dafür wird auch eine Rundfunkgebühr eingehoben – die vielleicht bald durch eine Haushaltsabgabe abgelöst werden wird. Für seichte Serien, mit denen uns schon das Privatfernsehen flutet, oder tanzende C-Promis brauchen wir keinen ORF.

Zentral für diesen gesetzlich festgeschriebenen Bildungsauftrag ist auch ein Radio-Symphonieorchester, das seit seiner Gründung 1969 eine Schlüsselrolle im Musikleben Österreichs einnimmt – ganz speziell auch durch die Fokussierung auf das zeitgenössischen Musikschaffen und die Förderung junger musikalischer Talente. Nachdem die Politik und die ORF-Führung bereits 1995 den fatalen Fehler gemacht haben, den ORF-Chor abzuschaffen, scheinen die heute handelnden Personen nicht nur nicht dazugelernt zu haben – nein, sie scheinen sich außerdem ihrer historischen Ignoranz nicht bewusst zu sein.


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… 1974 geboren in Innsbruck, studierte in Wien und Berlin Komposition. Er komponierte u.a. Auftragswerke für die Berliner und Wiener Philharmoniker, das Cleveland Orchestra, das BR-Symphonieorchester, das RSO Wien, die Wiener Staatsoper, das Lucerne Festival, das Aldeburgh Festival, die Sächsische Staatskapelle Dresden, das Ensemble Modern, das Ensemble Intercontemporain und das Klangforum Wien. Seit 2018 ist er Professor für Komposition am Mozarteum in Salzburg.