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Das Ohr in Morpheus’ Hand

Im Konzert gewesen. Geschlafen, hätte Franz Kafka in sein Tagebuch schreiben können, wenn er klassische Musik so geliebt hätte wie den Kintopp. Denn was dem Cineasten das Weinen, ist dem Konzertfreund das Einschlafen – das höchste der Gefühle. Selbst wer das bezweifelt, wird zugeben müssen, dass es zumindest eins der häufigsten Konzerterlebnisse ist. Grund genug, […]

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Fallen

Diesen stillen Moment, in dem es passiert, kennt jeder: die Rotweinflasche kippt und ergießt sich auf dem Teppichboden; das Wort wird ausgesprochen, welches das Fass zum Überlaufen bringt; ganz langsam geht das Gleichgewicht, im wörtlichen, wie im übertragenen Sinne verloren und man fällt. Es ist das kurze Gefühl des Stillstandes, nach dem alles danach ins […]

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»Die klassische Musikkultur entschied sich dafür, dass der künstlerische Beitrag von James Levine wichtiger war, als die Gesundheit und die Sicherheit von Jugendlichen.«

Titelbild © JAMES MEYER/ COLUMBIA ARTISTS Als ich 12 Jahre alt war wurde James Levine Chefdirigent beim Boston Symphony Orchestra. Mein Vater war dort Cellist. Dieser Essay handelt nicht von Missbrauch – ich habe James Levine nie getroffen. Dieser Essay handelt von dem, was passiert, wenn ein Interpretenkult vorhandenes Wissen verschleiert. Er handelt davon, wie […]

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»Die europäische Gemeinschaft der Musik geht weit über die EU-Grenzen hinaus.«

Dass die weite Welt Einzug in die Gegenwartsmusik Europas gehalten hat, ist kein neues Phänomen. Debussy, dessen Interesse an indonesischer Musik 1889 auf der Pariser Weltausstellung geweckt wurde, war nicht der Erste, und einige Schlaginstrumente, Gongs wie das Tamtam, tauchten vereinzelt schon Ende des 18. Jahrhunderts in Orchestern auf und wurden im 20. Jahrhundert zum […]

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Ein Künstler*innen-Gutshaus in einem estnischen Dorf. Mehr off geht nicht.

In welchen Umgebungen finden kreative Prozesse im 21. Jahrhundert statt? Wo treffen verschiedene Vorstellungen von »Kreativität», verschiedene Kunst-Begriffe und Selbstbilder aufeinander? In dieser Folge: Das »MoKS – Centre for Art and Practice« in Mooste, einem kleinen Dorf im Südosten Estlands. Text und Fotos · Datum 15.11.2017 Ankunft Nach etwa drei Stunden Busfahrt von Tallinn erreiche […]

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Fallende Lebkuchenmänner und hinter Zäunen hervorblitzendes Leben

Vor einigen Jahren hatte ich einen Termin bei einem Neurologen. Dort wurde ein EEG gemacht. Man sitzt dabei mit einem Elektroden tragenden Haarnetz auf dem Kopf vor einer starken Lampe, hält die Augen geschlossen und lässt sich anblitzen. Die Reaktion des Gehirns auf das in immer höherer Frequenz flimmernde Blitzlicht wird von einer Software aufgezeichnet. […]

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»Die Jahre mit Karajan waren ein einziges großes Erlebnis – mit zwei gewaltigen Seiten: positiv und negativ.«

Auszüge aus Nikolaus Harnoncourts bald in Buchform erscheinenden Erinnerungen an seine musikalischen Anfänge und die Gründungszeit des Concentus Musicus Wien Text Nikolaus Harnoncourt · Fotos Archiv Kurt Theiner · Datum 6.9.2017 »Geschlagene zwei Jahrzehnte lang musste Harnoncourt erst einmal von vielen Seiten Vieles einstecken« schreibt der Dirigent Reinhard Goebel in seinem Nachruf auf Nikolaus Harnoncourt […]

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Big Data decodiert

Datenexplosionen und Kapitalismus –  musikphilosophisch betrachtet Text · Titelbild Pixabay / geralt (CC Zero) · Datum 30.8.2017 Mit Big Data werden allgemein Datenmengen bezeichnet, die entweder zu groß, zu komplex oder zu schnelllebig sind, um in einer herkömmlichen Weise verarbeitet zu werden. Außerdem denken wir an digitale Technologien und eine um sich greifende und kaum noch […]

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Mein Vater, der fliegende Holländer

Über Selbstmord in der Oper Text · Titelbild PRIVAT, MIT FREUNDLICHER GENEHMIGUNG VON OLIVIA GIOVETTI Datum 26.7.2017 Die Zeit spielt in der Oper oft eine Hauptrolle – auch wenn es niemand merkt. Don Giovanni ist deshalb so dramatisch, weil die Handlung an einem einzigen Tag stattfindet. Orfeo endet tragisch, weil er Eurydike zu früh anschaut […]

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