Diesen stillen Moment, in dem es passiert, kennt jeder: die Rotweinflasche kippt und ergießt sich auf dem Teppichboden; das Wort wird ausgesprochen, welches das Fass zum Überlaufen bringt; ganz langsam geht das Gleichgewicht, im wörtlichen, wie im übertragenen Sinne verloren und man fällt. Es ist das kurze Gefühl des Stillstandes, nach dem alles danach ins Rollen gerät, Fahrt aufnimmt, beschleunigt und nicht mehr zu stoppen ist. Genau diesen Moment seziert Lars von Trier in seinem Prolog zum Film Antichrist von 2009 unterstützt durch eine der berühmtesten Arien von Georg Friedrich Händel.


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