Veröffentlicht inThe Society of Music

Beyond the Bubble? (Post aus Wien #8)

Ausgerechnet im Wiener Musikverein fragen sie jetzt: »Wie wollen wir zusammenleben?« Meinen sie es ernst? Schwierige Frage, deshalb einmal keine Kolumne, sondern ausnahmsweise ein Gespräch. Stephan Pauly war Assistent der Intendantenlegende August Everding in München, seit 2004 Geschäftsführer und künstlerischer Leiter des Salzburger Mozarteums, ab 2012 Chef der Alten Oper Frankfurt, ein erfahrener Manager der […]

Veröffentlicht inThe Society of Music

Schule. Musik. Liebe.

Auch wenn hier meist aus dem künstlerischen Hoch-Betrieb der Musik berichtet wird: Zur Society of Music gehören ja vielmehr die vielen, die sich um Musikunterricht in der Schule oder die Klavierstunden zuhause kümmern, die vielen, die in Chören oder Mandolinenorchestern oder im Akkordeon-Ensemble spielen und Spaß haben. Der Deutsche Musikrat, die Dachorganisation der musikalischen Verbände, […]

Veröffentlicht inThe Society of Music

Schreckliches wird geschehen?

Auf meinem Schreibtisch, auf dem physischen und dem digitalen, liegen gerade die Spielzeitvorschauen der Opernhäuser, deren Programme ich, mehr oder weniger, verfolge. Am Rande noch Notizen der Rückschau für die Kritikerumfrage der ›Opernwelt‹, und in diesem Zwischenmoment des Blicks zurück/nach vorn weht mich ein Hauch von Müdigkeit an. Landauf landab der bekannte Programmcocktail mit Mozart […]

Veröffentlicht inThe Society of Music

Und dauernd regnet es.

Vor ein paar Jahren hat der große Liedkünstler Christian Gerhaher seine lebenslange Beschäftigung mit dem Liedkomponisten Schumann in ein bemerkenswertes Gesamtprojekt eingehen lassen. Die CD-Box Alle Lieder war, unter Mitwirkung von Kolleginnen und Kollegen und im erhellenden Zusammenspiel von Forschung, Reflexion und künstlerischer Praxis: eine Tat. Würde er Gleiches auch für Brahms tun? – Ich […]

Veröffentlicht inThe Society of Music

Seid umschlungen, irgendwie [Post aus Wien #7]

Die Post aus Wien kommt heuer nur fast von da, nämlich aus der burgenländischen Mini-Metropole Eisenstadt, in der, nach dem bekannten Zitat des großen Haydn, er original werden musste. Ich liebe diesen Satz, deshalb kommt er hier einmal ganz: »Mein Fürst war mit allen meinen Arbeiten zufrieden, ich erhielt Beyfall, ich konnte als Chef eines […]

Veröffentlicht inThe Society of Music

Mozarts Bebungen [Bookletology #3]

Sehr wahrscheinlich ist, dass das, was einmal Die Zauberflöte sein würde, oder La Clemenza di Tito, oder Mozarts Requiem, außerhalb von Mozarts Hirn zum ersten Mal so zu hören gewesen, nämlich aus einem überschaubar großen (B 141 x H 78 x T 46) rechteckigen Tastenkasten. Einem Clavichord, das in Mozarts Geburtshausmuseum in Salzburg zu sehen […]

Veröffentlicht inThe Society of Music

Mehta / Atem

Die Hirnforschung hat festgestellt, dass sich nach Einführung der Navis die zerebralen Strukturen der Londoner Taxifahrer substantiell verändert haben. Das Phänomen wurde beschrieben als Generationenwechsel. Die Alten hatten den Straßenplan der Megacity noch intus, die nachfolgenden nur noch die Bedienungsanleitung. Etwa so stelle ich mir vor, was der bald 90-jährige Zubin Mehta über das Auswendigdirigieren […]

Veröffentlicht inThe Society of Music

Heute Abend: Weltuntergang

Auf dem Weg zu Die letzten Tagen der Menschheit viermal »Viel Spaß!« gewünscht bekommen. Köln halt. Das Setup dafür einschüchternd oversized, die riesige Messehalle des Staatenhauses, das Gürzenich Orchester in drei Gruppen in Cinemascopebreite gereiht, Peter Rundel im Zentrum, Surroundsound; Elektronik, Live-Video und Film, und einschüchternd natürlich schon das Thema: Menschheit, letzte Tage, Karl Kraus’ […]

Veröffentlicht inThe Society of Music

Einmal nicht über ihre Leiche

An wundersame Wasserwesen, an Undinen, kleine Meerjungfrauen, Mädchen mit Fischschwänzen können wir nicht mehr glauben. Er jedenfalls sei ihnen gut, bekannte noch der alte Wagner am Vorabend seines Todes, und lauschte den Klagen seiner Rheintöchter nach, aber das ist lange her. Was da webt und west, sind ja, wir wissen es, vor allem männliche Projektionen. […]

Veröffentlicht inThe Society of Music

Gottesnarrentum

Die russische Kultur und Literatur kennt die Figur des Yurodivy, des Gottesnarren. Ob er wirklich verrückt ist oder nur so tut, weiß man nicht, jedenfalls gilt er als »göttlich inspiriert«, lese ich bei Wikipedia. Der Yurodivy hat im Prinzip gute Chancen auf Heiligsprechung, dafür gibt es Beispiele, und er hat das Privileg, dass er unangenehme […]

Verify your email

We'll send a verification code to .

Sign up for newsletters

Get the best of VAN Magazin directly in your email inbox.

Sending to:

Gift this article