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Philip Glass sagt Premiere seiner »Lincoln«-Symphonie im Kennedy Center ab

Der US-amerikanische Komponist Philip Glass hat die für Juni geplante Premiere seiner Symphony No. 15 ›Lincoln‹ im Washingtoner Kennedy Center abgesagt. Das teilte der 88-Jährige am Dienstag in einem Brief mit.  Glass begründet den Schritt mit einem fundamentalen Wertekonflikt zwischen der Symphonie und der aktuellen Ausrichtung des Kennedy Centers nach der Übernahme durch US-Präsident Trump: […]

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Fast jede 20. Planstelle vakant

Alle zwei Jahre veröffentlicht die Deutsche Musik- und Orchestervereinigung Unisono die sogenannte Planstellenstatistik der – derzeit – 129 öffentlich geförderten Berufsorchester in Deutschland. Dazu gehören Opern- und Konzertorchester ebenso wie Rundfunk- und Kammerorchester. In den letzten zwei Jahren ist diese Zahl weitgehend stabil geblieben: Für 2026 sind 9.748 Planstellen ausgewiesen, 33 weniger als 2024. »Natürlich […]

Veröffentlicht inHundert 11

Im lila Rössl der Psychoapokalypse

Eigentlich läuft es auf ein Zweipersonenstück hinaus, dieses durchaus kraftmeierisch-aufgeblasene Debüt des seinerzeitigen Teenagers Erich Wolfgang Korngold von 1916, denn all das Dramatische davor sprudelt ziemlich schnell durch, erst ein Salome-inspirierter Anfang, in dem es männlichem Dienstpersonal nach der erotisch anziehenden, aber verriegelten Herrin gelüstet, dann die Exposition einer sittenstrengen Ehe, dazu ein bisschen Venedig- […]

Veröffentlicht inThe Society of Music

Orff im Museum

Das Beste kommt zum Schluss. Ein orangefarbenes Wählscheibentelefon steht da, und wer dran geht, hat Michael Jackson am Apparat, der freundlich anfragt, ob er die Monumentalinitiale O Fortuna am Anfang der Carmina Burana als Intro für seine Welttournee 1992 benutzen dürfe. Der Meister war da schon zehn Jahre tot, und seiner Witwe Lilo sagte der […]

Veröffentlicht inKritik

»Die Tragödie der ukrainischen Kultur: Alles wiederholt sich.« 

Die Entwicklung der ukrainischen Musik war schon immer eng mit ihren Institutionen verbunden: Ausbildungsstätten, Konzertorte und Komponierendenverbände prägten die Karrieren der Musiker:innen. Wenn man musikalisch talentiert war in einer staatenlosen Ukraine – wie es sie vier Jahrhunderte lang gab –, aber künstlerisch wachsen wollte, war der Weg klar: Man schrieb sich am Kyjiwer Konservatorium ein, […]

Veröffentlicht inKommentar

Einen »return on investment«-Wettkampf kann die Amateurmusik nur verlieren 

»16,3 Millionen Menschen machen in ihrer Freizeit Musik und leisten in Chören, Orchestern und Musikvereinen einen wertvollen Beitrag zur kulturellen Vielfalt und Integration, aber sie stellen auch eine immense Wirtschaftskraft dar. Das wollen wir mit mehr repräsentativen Zahlen belegen und so der Politik und Öffentlichkeit beweisen, welchen wichtigen Stellenwert die Amateurmusik in Deutschland einnimmt.« So […]

Veröffentlicht inInterview

»Wir dürfen die Freiheit niemals für selbstverständlich halten.«

Dreieinhalb Wochen nach Ausbruch der landesweiten Proteste im Iran bleibt die Hoffnung auf ein baldiges Ende des Mullah-Regimes unerfüllt. Wie schon 2023 während der »Frau, Leben, Freiheit«-Bewegung hat das Regime in den letzten Wochen alle Demonstrationen mit skrupelloser Brutalität niedergeschlagen. Weil zugleich Internet und Telefonleitungen abgeschaltet sind, gibt es kaum Zugang zu verlässlichen Informationen. Nach […]

Veröffentlicht inKommentar

Das Mindeste

Was ist das Mindeste, was ich als Operngänger und Steuerzahler von einem Theater erwarte, bei dem jede verkaufte Karte mit bis zu 260 Euro subventioniert wird? »Gute Kunst«, klar, Mut zum Risiko, das ernsthafte Bemühen, für unterschiedliche Publikumsgruppen und -geschmäcker unterschiedliche Angebote und Formate anzubieten, programmatisch relevant sein, zeitgemäß, innovativ … Aber was das alles […]

Veröffentlicht inHundert 11

Geschlafen – aufgewacht!

Ist die Herausbildung von neuen Klassikern eine Lebensbedingung für Klassik überhaupt? Was die Oper angeht, kann einen bedenklich stimmen, wie selten eines der neuen Werke, die ja geflissentlich in Auftrag gegeben werden, nach der Uraufführung anderswo wieder gespielt wird. Oder gar von leidenschaftlichen Operngängern, auf die es doch unbedingt ankäme, wieder und wieder gehört werden […]

Veröffentlicht inInterview

»Ich wollte nie von einem Konzert zum nächsten reisen, das ist für mich eine Hölle.«

Das alte Verdikt, Rachmaninows Musik sei verkünstelter Gefühlsüberschuss – »gefühlvolle Jauche«, wie Richard Strauss gesagt haben soll – wirkt lange nach. Noch vor drei Jahren, zu Rachmaninows 150. Geburtstag, fühlten sich daher Paavo Järvi, Vladimir Jurowski und Francesco Piemontesi genötigt, sich für ihn in die Bresche zu werfen: »Hört diese Musik ohne all den Unsinn, […]

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