Keineswegs heimlich, aber medial weitestgehend unbemerkt teilte das Theater Magdeburg Ende letzte Woche mit: Im Januar 2026 reduzierte das Opernhaus seinen Energieverbrauch um etwa 30 Prozent im Vergleich zum November 2025 – trotz der deutlich niedrigeren Außentemperaturen. Mitte 2025 hatte das Haus begonnen, den Stromverbrauch im Opernhaus zu systematisch zu messen.
Damit reiht sich Magdeburg ein in eine mittlerweile recht umfangreiche Riege von Spielorten, Ensembles und Festivals, die den eigenen Energieverbrauch und die eigene Klimaverträglichkeit erfassen, darunter das Musiktheater im Revier, das Nationaltheater Mannheim, die Deutsche Oper Berlin, die Dresdner Philharmonie und Staatsoperette Dresden, die Rundfunk Orchester und Chöre gGmbH Berlin (kurz: ROC, zu ihr gehören das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin, das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, der Rundfunkchor Berlin und der RIAS Kammerchor Berlin), das Theater Regensburg, das Konzerthaus Dortmund, das Deutsche Nationaltheater und Staatskapelle Weimar, die Staatsphilharmonie Nürnberg, das Stuttgarter Kammerorchester (das mittlerweile Klimaneutralität erreichte, unter anderem durch die Kompensation nicht vermeidbarer Emissionen) sowie das Lucerne Festival, das HiDALGO Festival und die Kronberg Academy mit dem Casals Forum als klimaneutralem Konzertsaal. Eine solche Bilanzierung ist der erste Schritt zur effektiven Reduktion von Emission – what you measure, you will manage.

