Posted inThe Society of Music

Cleveland im Goldenen Saal, Kickl ante portas (Post aus Wien)

Am Brucknergeburtstag, ausgerechnet, waren die Philharmoniker gar nicht zuhause in Wien, sie brachten ihr Ständchen, die Erste, mit Christian Thielemann im Wolkenturm von Grafenegg dar. Gleichfalls open air gab es eine Vierte im Geburtsort Ansfelden, mit dem Cleveland Orchestra und Franz Welser-Möst. Die Romantische dann nochmal im Musikverein, und endlich Schumanns Klavierkonzert und Tschaikowskys Fünfte. […]

Posted inInterpretationsvergleich

Clown in Ketten

Wer wissen will, was die Komponistin Ethel Smyth zu Lebzeiten dachte, fühlte und tat, kann sich glücklich schätzen: Sie hinterließ bändeweise autobiographische Aufzeichnungen und lieferte sich damit gleichsam der eher boulevardesken Musikgeschichtsschreibung mutig aus. Ein Substrat dieser Notizen hat Heidi Feilhauer 2023 ins Deutsche übersetzt: (Ethel Smyth: Paukenschläge aus dem Paradies, Köln 2023). Mit diesem […]

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Komm her, Junge. Ich nehm dich in den Arm!

Fragt man an Jugendorchester-Probenwochenenden – also zwischen Alkoholabusus, Skat-Exzessen und hornhautabraspelnden Streicher-Registerprobenquälereien – alle Beteiligten nach den absoluten Symphonie-Komponisten-Favoriten, dann stehen am Ende solcher Umfragen meistens die Namen Schostakowitsch, Mahler und Brahms. Und, mit kleiner Einschränkung: Tschaikowsky. Bieten Schostakowitschs und Mahlers Orchesterwerke als symphonische Ego-Shooter das spätpubertär gut er- und gelittene Äquivalent zum früheren Genuss […]

Posted inRankings

Zehn Stellen in klassischen Werken, die (fast) immer falsch gespielt werden

In dieser Playlist geht es um Stellen, nicht um ganze Werke! Darum hier nicht gesondert aufgeführt: Die 1824 zu Papier gebrachte Sonate in a für Arpeggione und Klavier von Franz Schubert. Der Arpeggione – diese sechsseitige Mischung von Violoncello und Gitarre – konnte sich nicht so richtig durchsetzen, weswegen die Schubert-Sonate fast nie auf einem […]

Posted inRausch & Räson

Allegro molto vivace

Im ICE war ich wieder auf Tschaikowsky gekommen, mit ihm macht Eisenbahnfahren noch Spaß, und im Finale der Fünften kann man sogar so etwas wie eine vor Sehnsucht außer Kontrolle geratene Dampflok über die Schienen rasen sehen. Aber jetzt war mir nach einem Scherzo, und ich suchte auf Youtube nach dem aus der Zweiten Sinfonie, […]

Posted inKritik

Antwort Liebe

Man muss das Lied von der grauen Taube nicht kennen, um gleich zu merken, dass die Sache nicht gut ausgeht. Die ersten Töne dieser späten Oper von Peter Tschaikowsky sind tieftraurig, nach russischer Art: eine von dunkel lodernden Holzbläsern getragene, in sich kreisende Melodie. Mitten ins Herz trifft das, weich und warm und beunruhigend, bevor […]

Posted inInterpretationsvergleich

Pathétique.

Tschaikowskys sechste und letzte Sinfonie trägt den programmatischen Untertitel Pathétique. Tatsächlich hatte Tschaikowsky noch 1892, also ein Jahr vor der Entstehung der Sechsten, eine Sinfonie skizziert, die sogar eine programmatische Übertitelung jedes einzelnen Satzes vorsah: Tod, Liebe, Enttäuschung und Sterben. Seinem geliebten Neffen Wladimir »Bobik« Dawidow, der Widmungsträger der Sinfonie und schließlich Tschaikowskys Universalerbe wurde, […]

Posted inSerien

What’s up with … Tschaikowsky?

Nichts ist fertig. Wir fragen den aktuellen Forschungsstand zu den Klassikern ab. Heute: Tschaikowskys unterschätzte Opern und warum man die russischen Forscher schützen muss. Text · Datum 24.1.2018 Gibt es etwas Neues zu Peter Tschaikowsky (1840-1893)? Wir haben bei Lucinde Braun nachgefragt, die nach ihrem Studium (Slavistik und Musikwissenschaft) mit einem Forschungsstipendium an der Universität […]

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