Veröffentlicht in250 Komponistinnen

016/250: Mélanie Bonis

Der deutsche Wikipedia-Artikel zu Mélanie Bonis handelt zu mehr als der Hälfte von Beziehungen und Kindern – ein gleichermaßen bekannter wie unpassender Blick auf Künstlerinnen vergangener Zeiten. Wer würde demgegenüber – wie es bei (entsprechend kinderlosen und unverheirateten) Komponistinnen bis heute üblich ist – im ätzenden »Beethoven-Jahr« über den Komponisten schreiben: »Beethoven starb 1827 unverheiratet […]

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015/250: Marianne Auenbrugger

1759 veröffentlichte Voltaire seine berühmte Novelle Candide ou l’optimisme, in London wurde das British Museum eröffnet – und der 27-jährige Joseph Haydn befand sich gerade einmal am Anfang seines Symphonie-Schaffens: 1759 wurde die zweite von am Ende über hundert Symphonien veröffentlicht. Die spätere Pianistin und Komponistin Marianne Auenbrugger wurde am 19. Juli desselben Jahres in […]

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014/250: Vítězslava Kaprálová

Am 24. Januar 1915 wurde in Brünn die Komponistin Vítězslava Kaprálová geboren, als Tochter des Komponisten und Pianisten Václav Kaprál (1889–1947), der einst zu der Ehre gekommen war, von Leoš Janáček in Brünn unterrichtet zu werden. Vater Václav motivierte seine Tochter bereits in jungen Jahren, sich intensiv mit Musik zu beschäftigen. Erste eigene Kompositionen entstanden […]

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013/250: Elsa Barraine

Elsa Barraine wurde am 13. Februar 1910 in Paris geboren. Elsas Mutter war Klavierlehrerin und Chorsängerin. Ihr Vater – jüdischer Herkunft – spielte Cello im Orchester der Opéra de Paris. Im Hause Barraine war fast täglich Musik zu hören, denn auch Elsas 14 Jahre ältere Schwester Agnès war der Musik zugetan. Elsa bekam Klavierstunden von […]

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012/250: Helvi Leiviskä

Das ganze 18. Jahrhundert Finnlands wurde durch die Besetzung Russlands politisch geprägt. Im März 1808 hatte Zar Alexander I. verlautbart, Finnland würde für immer ein Teil des russischen Reiches bleiben. Der darauffolgende Zar Nikolaus I. gestand den Finn*innen einen politischen Sonderstatus zu, was im 19. Jahrhundert – dem Jahrhundert des Erwachens von Nationalbewusststeinsentwicklungen, das sich, […]

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011/250: Viera Janárčeková

Viera Janárčeková wurde am 23. September 1941 in der Hohen Tatra, genauer: in der slowakischen Stadt Svit geboren. In Bratislava studierte sie Musiktheorie, Klavier und Orchesterleitung. In Prag kamen weitere Klavier- und Musiktheorieunterweisungen sowie Cembalo-Unterricht hinzu. Nach pianistisch-pädagogischen und künstlerischen Tätigkeiten für das Radio ging sie – politisch wie künstlerisch unangepasst – nach Deutschland, wo […]

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010/250: Maddalena Casulana Mezari

250 Komponistinnen. Folge 10: Geteiltes Leid ist doppeltes Leid. Text · Datum 8.1.2020 Von Maddalena Casulana Mezari – wohl geboren um 1544 in der Provinz Siena – kann man nicht behaupten, sie sei bis heute noch nicht Gegenstand musikwissenschaftlicher Eruierungen gewesen. Sie, über deren Leben trotzdem nicht allzu viel bekannt ist, war schließlich die offenbar […]

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009/250: Luise Adolpha Le Beau

250 Komponistinnen. Folge 9: ein gesundes Wunderkind. Text · Datum 17.12.2019 Geboren am 25. April 1850 in Raststatt war Luise Adolpha Le Beau die einzige Tochter von Karoline (geb. Barack) und Wilhelm Le Beau. Vater Wilhelm, Offizier in badischen Diensten, musizierte, arrangierte und komponierte als begeisterter Musiklaie – und unterrichtete seine Tochter bald am Klavier. […]

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008/250: Johanna Müller-Hermann

250 Komponistinnen. Folge 8: Tanz auf dem Vulkan. Text · Datum 11.12.2019 In wirtschaftlich gesicherten Verhältnissen wuchs die am 15. Januar 1868 in Wien geborene Komponistin Johanna Müller-Hermann auf. Ihr verbeamteter Vater hatte eine Leitungsfunktion beim »K.K. Ministerium für Cultus und Unterricht« inne – und ein dementsprechend hohes Bildungsideal, das er seinen drei Kindern (Albert, […]

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007/250: Marcelle de Manziarly

Die hierzulande völlig unbekannte Komponistin und Pianistin Marcelle de Manziarly wurde am 13. Oktober 1899 in Charkow – damals dem Russischen Kaiserreich zugehörig, heute zweitgrößte Stadt der Ukraine nach Kiew –  geboren; in Charkow also, wo der »Karajan des Ostens« Kurt Sanderling (1912–2011) als Jude auf der Flucht vor den Nazis einst Unterschlupf gefunden hatte […]