Theresa Kronthaler ist mir zuerst in einigen Produktionen des ungarischen Regisseurs David Marton aufgefallen, in denen die junge Sängerin musikalisch mit einem wunderbar schlanken und runden Mezzo, darstellerisch mit einer seltenen Mischung aus Anmut, Kraft und Witz beeindruckte. Martons Inszenierungen sind Grenzgänge zwischen Musik- und Sprechtheater, Klassik und Jazz, Vokal- und Instrumentalmusik, in ihnen verbinden sich eine an Castorf erinnernde Anarcho-Dramaturgie und ein Hang zur Schwermut zu einer eigenwilligen Bühnensprache. Kronthaler, die seit Studientagen mit Marton und seiner Truppe zusammenarbeitet, sind Berührungsängste mit Cross-Over-Projekten schon wegen dieser Erfahrungen fremd. »Man muss es einfach nur sehr gut machen«, sagt sie mir.
Autoren-Archive: VAN Magazin
VAN Video Show
Youtube ist für Klassiknerds eine Fundgrube. Neben wirklich gutem Material gibt es leidenschaftliche Liebe, empörtes Besserwissen; fast jeder User ist ein Maestro. Ab sofort regelmäßig bei VAN: Pfade durch das Kammerflimmern.
Die VAN-Playlist zum Hören
Michael Fakesch and Chris De Luca gründeten Funkstörung in ihrer bayerischen Heimatstadt Rosenheim. Mit ihrem Album Appetite for Disctruction legten sie im Jahr 2000 eine frühe Wegmarke der fröhlich-fehlerinspirierten, instrumentalen Hip-Hop Musik – manche sprachen von »Glitch Hop« – und wurden fortan auch zu begehrten Remixern anderer interessanter Bands und Musiker/innen aus Indie, Elektronica, Pop. Ende Juni 2015 erscheint das erste Album der Combo seit über 10 Jahren, es ist selbstbetitelt. Für VAN versammeln Funkstörung einige alte und neuere Inspirationen aus Avantgarde, Minimal und »Neo-Klassik«.
Der schwedische Klarinettist Martin Fröst
Der Klarinettist Martin Fröst ist einer der besten Instrumentalisten der Welt. Er spielt nicht nur als Solist und Kammermusiker, sondern auch bei Klezmer- und Jazzkonzerten. Ohnehin will er musikalische Etiketten hinter sich lassen und Tanz und Theater enger mit der Musik verflechten. Das sagen auch andere; nur dem Schweden ist es damit nicht genug: Er will im großen Stil das Klarinettenrepertoire ausweiten und weiterentwickeln und das bekannte Konzept von Konzertbesuchen und Aufführungen mit dazu.
Eine Art Familientreffen
Orte, an denen die Hausgötter der Zunft geboren wurden, starben oder ihre genialischen Momente erlebten. Oft hat sich dort das Kultische über die Zeit hinweg akkumuliert. Ein solcher Ort ist das norwegische Bergen – Geburts- und Wirkungsstätte von Edvard Grieg, Schauplatz des größten skandinavischen Klassik- und Kulturfestivals und Residenz eines der ältesten Orchester Europas, des Bergen Filharmoniske Orkester (BPO). Zum 250. Geburtstag rief es zur Pilgerfahrt auf.
Take a look at me now
Der unbeholfene Umgang der klassischen Musik mit Äußerlichkeiten
Bringen wir es hinter uns
Bringen wir es hinter uns – Eine Expedition durch deutsche Orchester mit Mozart in the Jungle. Zweite Station: Angst, Egalsein und Drogen
Die Unsichtbaren
Serena Malcangi »Am Abend bei der Vorstellung ist mein Arbeitsplatz das Kästchen unter der Bühne, kühlschrankgroß. Manche Regisseure wollen keinen Souffleurkasten und schlagen vor, dass man – wenn überhaupt – von der Seitenbühne aus souffliert. Aber von dort aus hören und sehen die Sänger die Souffleuse nicht gut. In der Souffliermuschel ist die Akustik optimal; […]
Die VAN-Playlist zum Hören
Marcus R. Axt ist Intendant der Bamberger Symphoniker.
Die Narrenpfeife unter den Mirlitons
Ich steh auf Mirlitons. Allein das Wort ist schon klasse. Mirlitons gehören weder zu den Blas-, Schlag-, Saiten- und Tasten- noch zu den Elektronischen Musikinstrumenten, nicht einmal zu den »Sonstigen«. Ich surfe im Museum, im Online-Musikinstrumenten-Museum MIMO. Wenn man hier nichts Bestimmtes sucht, hangelt man sich am besten durch die Instrumentenfamilien.
