Visions Fugitives (Prokofjew u.a.); Anna Gourari (Klavier); ECM »Aus der Sicht eines Designers setzt das Label ECM schon eine hohe Messlatte. Die beeindrucken seit Jahrzehnten mit ihrer visuellen Sprache, und egal ob das Schwarz-Weiß-Fotos oder wie hier abstrakte Malerei im Zusammenspiel mit Typografie ist: Das Faszinierende ist, dass die ECMCover immer sofort erkennbar sind, ohne […]
Archiv
Ensemble Resonanz / Resonanzraum
Notiz aus Hamburg. Ein Bericht vom Abend, an dem die Trademark-Veranstaltung des Ensemble Resonanz zum ersten Mal im neuen Raum im Bunker an der Feldstraße stattfand. Woran wir uns noch erinnern, was wir gut fanden. Mit O-Tönen aus einem Interview mit Tobias Rempe, Geschäftsführer beim Ensemble.
Kognitiver Juckreiz
Kognitiver Juckreiz Ohrwürmer Text Volker Schmidt · Foto id-iom (CC) Unwillkürliche musikalische Imagination nicht so harmlos wie viele meinen. Neulich im Großraumbüro. »Bing«, E-Mail: »The Song The Final Countdown is now playing in your head«. Es ist eine Massenmail an alle KollegInnen, Office Spam. Prompt wippen Fußspitzen, mancher summt mit: »Dadadaaada, dadadadada«. Der wirtschaftliche […]
Konzerthausdebatte
Münchener Konzertsaal-Debatte Leuchtturm oder Trutzburg Viele Motive in der Diskussion um den dritten Münchener Konzertsaal entlarven ein oberflächliches Verständnis von klassischer Musikkultur. Text Hartmut Welscher · Foto Martin Abegglen (CC) Am 2. Februar verkündeten Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) und der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU), dass München keinen dritten Konzertsaal für klassische Musik […]
MaerzMusik 2015 / Berno Odo Polzer
Ein anderes Verstehen Ein Interview mit Berno Odo Polzer, der seit August 2014 der neue Leiter von MaerzMusik ist. Interview Tobias Ruderer · Foto Lucie Jansch »Sein« Debütprogramm startet am 20. März im Haus der Berliner Festspiele. Mit diesem Jahr ist das große internationale Festival nicht mehr »für aktuelle Musik«, sondern »für Zeitfragen« […]
Notiz aus Berlin
Reicher und größer Neulich Anruf in der Pressestelle der Berliner Philharmoniker: Ein befreundeter brasilianischer Musikjournalist ist zwischen den Jahren in der Stadt und würde sich gerne ein Konzert in der Philharmonie anschauen. »Mit südamerikanischen Journalisten haben wir schlechte Erfahrung gemacht«, beschied mich die freundliche Pressedame der Philharmoniker. Bei denen wisse man nie, ob sie nun […]
Spiel auf Probe
Als Elena Cheah im Herbst 2013 beim Concertgebouw-Orchester in Amsterdam für eine Solocello-Stelle vorspielt, kann sie bereits auf eine ziemlich beeindruckende Karriere zurückblicken. Sie spielte viele Jahre als Solocellistin im Orchester der Deutschen Oper Berlin unter Christian Thielemann und in der Staatskapelle Berlin unter Daniel Barenboim. Sie verfolgte eigene kammermusikalische Projekte, konzertierte als Solistin, schrieb Bücher und arbeitete als Professorin. Ein Bericht über Höhentrainingslager, einen Vorhang und ein riskantes Spiel.
Geschäftige Orientierungslosigkeit
Choreografen sind spezielle Leute. So findet für sie der Schaffensprozess eines neues Werkes, dieser geheimnisvolle und mysteriöse Vorgang, vollständig unter den Augen einer kleinen Öffentlichkeit statt. Maler malen in der Abgeschiedenheit ihres Ateliers oder doch einsam vor ihrer Staffelei, wo immer sie steht. Schriftsteller schreiben, nachdem sie ihre Kinder, ihre Geliebten, ihre Studenten, Verwandten, Freunde […]
Gegen den Kompromiss bis zur letzten Sekunde
Simone Young lässt im nächsten Jahr ihre 10-jährige Erfolgsgeschichte als Intendantin an der Hamburgischen Staatsoper und Hamburger Generalmusikdirektorin auslaufen. Unser Autor Julian Tompkin, australischer Landsmann, hat sie getroffen und dabei nicht nur über das Wetter gesprochen. Man ahnt es: Wer sich gegen Chauvinismus und Dummheit durchsetzt, ist immun gegen allzu einfache Anbiederung an das vermeintliche Publikum. Der Himmel ist blau […]
Stilkritik mit Mirko Borsche
Der Schriftsteller Helmut Krausser beleuchtet in VAN#1 bildreich die Entstehungsgeschichte von Puccinis Oper Tosca. Sie gehört weltweit aktuell zu den fünf meistaufgeführten Opern, wäre aber beinahe von einem anderen vertont worden. Der Stoff, der um 1900 kursierte, spielt vor einem historischen Hintergrund: der Besetzung Roms und anderer Teile Italiens durch Anhänger der französchen Revolution um 1800. Es geht um Verstecke, Verrat und Verzweiflung.
