Veröffentlicht inKritik

Auftakt des Mozart-›Ring‹

Wagners Ring kann man wie Mozart spielen – und das sollte man vielleicht auch. Das ist die Lektion dieses Rheingold mit den Berliner Philharmonikern unter Kirill Petrenko, inszeniert von Kirill Serebrennikov, das gestern bei den Salzburger Osterfestspielen Premiere hatte.  Es war eine höchst kammermusikalische Aufführung. Die Ouvertüre wird oft als Ursuppe serviert, was inhaltlich legitim […]

Veröffentlicht inThe Society of Music

Gottesnarrentum

Die russische Kultur und Literatur kennt die Figur des Yurodivy, des Gottesnarren. Ob er wirklich verrückt ist oder nur so tut, weiß man nicht, jedenfalls gilt er als »göttlich inspiriert«, lese ich bei Wikipedia. Der Yurodivy hat im Prinzip gute Chancen auf Heiligsprechung, dafür gibt es Beispiele, und er hat das Privileg, dass er unangenehme […]

Veröffentlicht inHundert 11

Schürzenjagd im Zwischenreich der Seele

Stringenz ist in Regiearbeiten von Kirill Serebrennikov nicht zu erwarten, dafür die Plausibilität des intensiven Moments, im besten Fall eindringlicher halber Stunden. Das gilt nicht nur für seine Inszenierungsserie der Mozart/Da-Ponte-Opern, die jetzt an der Komischen Oper Berlin mit Don Giovanni ihren Abschluss findet; so war es auch in Serebrennikovs Wiener Parsifal. Dessen erzählerischer Bogen […]

Veröffentlicht inThe Society of Music

Weiße Fahne, aber wer muss sich ergeben? (Post aus Wien #2)

Eins zwei drei, eins zwei drei. Nein, kein Walzertakt, sondern die innere Stimme am Morgen nach der österreichischen Nationalratswahl, bei der fast ein Drittel der stimmabgebenden Bevölkerung die rechtsradikale FPÖ und ihren Wannabe-Volks- und Festungskanzler Kickl gewählt hat. In Wien aber doch nicht! Man sucht Zeichen im Gesicht der lieben Wiener im Kaffeehaus oder bei […]

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