Veröffentlicht inPorträt

Leidenschaftlich kompromisslos

»Kunst ist Ausdruck einer psychischen Not, und man macht sie nicht mal zwischen Tür und Angel«, erklärte Herbert Henck in einem Interview mit Arnulf Marzluf vom Bremer Weserkurier, das am 25. Juni 1996 erschienen ist. Seinen selbstgewählten Aufgaben, sei es die Einstudierung und Aufführung von Schlüsselwerken des 20. Jahrhunderts, sei es die Verfassung von Texten, […]

Veröffentlicht inEssay

Vierdimensional

In der Plattensammlung im Haus meiner Eltern in einem Vorort von New Jersey fand ich Anfang der 1990er Jahre eine etwa vierzig Jahre alte Schallplatte mit Kammermusik und Liedern von Charles Ives – wahrscheinlich eine der ersten Aufnahmen dieses erstaunlichen Komponisten. Diese Platte spielte ich wieder und wieder, und ein Stück stach dabei für mich […]

Veröffentlicht inKritik

Ives Ives Baby!

Er war einer der großen genialen Outsider der Musikgeschichte, der (vermeintlich) nur für Insider komponierte: Charles Ives, geboren im Oktober 1874 in einer Kleinstadt in Connecticut, gestorben im Mai 1954 in New York. Ives’ Vater war Militärmusiker und gewährte dem kleinen Charles nicht nur die üblichen, erwartbaren Einblicke in die Geheimnisse der Musikgeschichte. Angeblich intonierte […]

Veröffentlicht inHundert 11

Jubilarswahlverwandtschaften

Ein Festivalprogramm, das halb sorgsam kuratiert, halb aus zufälligem Tourneerepertoire zusammengewürfelt ist, lädt zu allerlei eigenen Verknüpfungen ein. Runde Geburts- und Todestage stehen ja heutzutage in (zu) hohem Grad im Mittelpunkt der Klassikprogrammgestaltung. So sind auch beim diesjährigen Musikfest neben dem Leitthema Amériques drei 2024er Jubilare präsent: ein wenig der extrem unamerikanische Anton Bruckner (200. […]

Veröffentlicht inHundert 11

Et in America ego

Vielleicht ist – oder war? – »Amerika« für uns das, was im sechzehnten, siebzehnten, achtzehnten Jahrhundert »Arkadien« war: diffuse Utopie, auch wenn man’s irgendwo ansiedeln kann (etwa wie Goethe sein Ego-Arcadia in Italien). Nur eben mit rauen Cowboys und -girls statt heißen Hirten und schönen Schäferinnen. Insofern passt es, wenn beim diesjährigen Musikfest Berlin unter […]

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