In der Plattensammlung im Haus meiner Eltern in einem Vorort von New Jersey fand ich Anfang der 1990er Jahre eine etwa vierzig Jahre alte Schallplatte mit Kammermusik und Liedern von Charles Ives – wahrscheinlich eine der ersten Aufnahmen dieses erstaunlichen Komponisten. Diese Platte spielte ich wieder und wieder, und ein Stück stach dabei für mich besonders heraus: The Pond für Gesang und Kammerorchester. Der Text: »A song of a distant horn / O’er shadowed lake is born / My father’s song.« In den 65 Sekunden, die dieses Lied dauert, eröffnete sich mir eine ganze Welt und damit – rückblickend betrachtet – auch mein Weg zu einem Leben im Zeichen der zeitgenössischen Musik.
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