Veröffentlicht inKritik

Sängerische Höchstleistungen hinterm Bildschirmschoner

KI ist in Bayreuth allgegenwärtig. Im Café in der Sophienstraße hängen KI-Porträts von Richard Wagner mit kitschigem Emo-Eyeliner. Auf meinem Weg zum Festspielhaus sehe ich KI-Plakate für eine Art Dinosaurier-Rodeo. KI-generierte Schilder säumen die Straßen – für Frühstück, für Eis, für Falafel. Noch bevor der KI-Ring überhaupt anfängt, gelange ich zur Überzeugung: Die meisten Menschen […]

Veröffentlicht inHundert 11

Ausgeabert!

Nicht nur der Lärm selbst ist eine der schwersten Alltagslasten, sondern auch und mehr noch extrem ruhebedürftige Menschen; der Autor dieser Zeilen (wie Kritiker in Deutschland statt »ich« sagen) spricht aus Erfahrung. Daneben gibt es aber bekanntlich auch Menschen, für die zu den größten Krachplagen überhaupt zählt: Oper, zumal solche von Strauss. Diese Plage ist […]

Veröffentlicht inHundert 11

Anti-, halb- und vollwotanisch

Wer den überoperngroßen Ring des Nibelungen inszenieren will, dem kann es leicht wie Wotan ergehen: Ein kühner Entwurf zeitigt unabsehbare Folgen, und wenn man dann die Dramaturgiekundlerin fragt, »wie zu hemmen ein rollendes Rad«, ist es längst zu spät – man hat sich verzettelt. Andererseits, willensfaule Beschränkung auf biederes Weltendrama-Begleiten oder gar schnödes Illustrieren wäre […]

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