Veröffentlicht inHundert 11

Verismo trifft Film noir

Das ist mal goldener November an der Deutschen Oper Berlin: Er begann mit einem neuen Tristan, den Michael Thalheimer in ungeheurer Konzentration inszeniert und der musikalisch bis ins Detail vorzüglich gelang, und mündet nun in eine packende, rundum befriedigende Premiere von Umberto Giordanos selten gespielter Fedora. 1898 zu hoher Verismo-Zeit in Mailand uraufgeführt, war diese […]

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Option, Drama, Zustand

Für Symphomanen und Brucknerados hat der wie üblich grauselige Berlin-Dezember nochmal das philharmonische Füllhorn geöffnet: in der ersten Adventswoche die Zweite, in der zweiten die Achte, in der dritten die Neunte. Das heißt zweimal c-Moll und einmal d-Moll, bei abnehmender harmonischer Orientierungs- und Bindungskraft. Und das Ganze mit drei völlig unterschiedlichen dirigentischen Temperamenten. Der Abend […]

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Anti-, halb- und vollwotanisch

Wer den überoperngroßen Ring des Nibelungen inszenieren will, dem kann es leicht wie Wotan ergehen: Ein kühner Entwurf zeitigt unabsehbare Folgen, und wenn man dann die Dramaturgiekundlerin fragt, »wie zu hemmen ein rollendes Rad«, ist es längst zu spät – man hat sich verzettelt. Andererseits, willensfaule Beschränkung auf biederes Weltendrama-Begleiten oder gar schnödes Illustrieren wäre […]

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